FUSSBALL IN KÜRZE

Liverpool wieder an der Spitze

von Redaktion

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert stuft die Geschehnisse um den ehemaligen DFB-Präsidenten Reinhard Grindel als Folge eines strukturellen Fehlers ein und fordert auch deshalb einen hauptamtlichen Verbandsboss mit entsprechender Bezahlung. „Dass man überhaupt einen DFB-Präsidenten entlohnt hat, auf eine Art und Weise, mit Aufsichtsfunktionen in Tochtergesellschaften, ohne das ganz transparent zu machen“, sagte Seifert dem ZDF, sei ein „Fehler im System“. Der 49-Jährige, der das operative Geschäft der Deutschen Fußball Liga (DFL) führt und ebenfalls dem DFB-Präsidium angehört, ist daher dafür, „ganz offen zu sagen, was soll der DFB-Präsident oder die DFB-Präsidentin – und wie wird dafür entlohnt“, sagte Seifert. Grindel war am vergangenen Dienstag nach einer Zahl von Verfehlungen zurückgetreten. Die beiden Vizepräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball führen den DFB derzeit interimsmäßig, beim DFB-Bundestag am 27. September soll der neue Präsident gewählt werden. Bis dahin sollen auch neue Strukturen geschaffen werden.

Nach Ansicht von Star-Trainer Jürgen Klopp (Foto) werden Bundesliga und deutsche Nationalmannschaft derzeit schlechter gemacht, als sie sind. Es fuße „auf einer oberflächlichen Beobachtung“, dass der deutsche Fußball ein Problem habe, sagte der Teammanager des FC Liverpool der „Welt am Sonntag“. Nach Ansicht des 51-Jährigen hätte der FC Bayern gegen seine Reds im Achtelfinale der Champions League (0:0, 1:3) durchaus weiterkommen können. Auch sein Ex-Club Borussia Dortmund war nach Klopps Dafürhalten gegen Tottenham trotz eindeutiger Resultate (0:3, 0:1) auf Augenhöhe. Lediglich das Aus von Schalke gegen Manchester City (2:3, 0:7) sei eindeutig gewesen. Auch das DFB-Team kommt für Klopp in der öffentlichen Bewertung zu schlecht weg. Zum jüngsten 3:2-Erfolg der Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation in den Niederlanden „muss man sagen: Was ist das denn für eine Ansammlung von super Spielern? Das ist Wahnsinn, was da nachgekommen ist.“

Mit dem FC Liverpool kann Jürgen Klopp weiter auf den Gewinn der englischen Meisterschaft hoffen. Die Reds kamen durch Treffer von Naby Keita (36.), Mohamed Salah (80.) und Jordan Henderson (86.) zu einem 3:1 beim FC Southampton. Die Gastgeber hatten durch Shane Long (9.) geführt. Liverpool übernahm damit wieder die Tabellenführung von Manchester City, das zwei Punkte Rückstand hat – allerdings auch ein Spiel weniger.

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