Barcelona – Luis Suárez grinste, als der Reporter des spanischen Fernsehens ihm widersprach. „Gut, dann sind wir heute dem Titel eben nicht einen, sondern zwei Schritte näher gekommen“, sagte der uruguayische Nationalstürmer nach dem 2:0 (0:0) des FC Barcelona über Verfolger Atlético Madrid. Das Topspiel im Camp Nou wurde durch einen späten Doppelschlag von Suárez (85.) und Lionel Messi (86.) entschieden. Dadurch baute Barça mit Marc-André ter Stegen im Tor den Vorsprung auf den Zweiten sieben Runden vor Schluss auf elf Punkte aus.
Während Suárez, Trainer Ernesto Valverde („Noch brauchen wir viele Punkte“) und der Rest der Katalanen Gratulationen zum Titel ablehnen, sind sich die Medien in Spanien einig: Barcelonas achter Triumph der letzten elf Jahre in der Primera División ist quasi perfekt. „Meister!“, jubelte die in Barcelona erscheinende Zeitung „Mundo Deportivo“ auf Seite eins. Das Madrider Blatt „AS“ titelte: „Suárez und Messi lassen den Vorhang herunter.“
Die Hoffnungen Atléticos wurden schon nach 28 Minuten geringer, als Diego Costa des Feldes verwiesen wurde. Der in Brasilien geborene Stürmer habe seine Mutter beleidigt, verriet Schiedsrichter Gil Manzano nach dem Match. Costa droht eine Sperre von vier Spielen.
Mit zehn Mann hielten die Gäste lange wacker dagegen. Tormann Jan Oblak machte viele Torchancen von Messi & Co. zunichte. Doch fünf Minuten vor Schluss war er machtlos. Aus 20 Metern zirkelte Suárez den Ball ins Tor.
Gute 100 Sekunden später folgte dann ein weiterer großer Auftritt des Lionel Messi. Der fünfmalige Weltfußballer dribbelte in den Strafraum, schickte mit filigranen Täuschungen José Maria Giménez und Diego Godín auf den Hosenboden und schob den Ball eiskalt und ohne aufs Tor zu schauen rechts unten ein. dpa