Für die Regionalliga mindestens eine Klasse zu gut

von Redaktion

Konkurrenz fühlt sich dem Paradestürmer des FC Bayern II hilflos ausgesetzt – Gerne ins Aufstiegsduell mit Lübeck

München – „Der hat hier eigentlich nichts verloren“, kommentierte Daniel Weber, der Trainer des VfR Garching, den Auftritt Kwasi Okyere Wriedts nach der 2:3-Niederlage beim FC Bayern II vor gut drei Wochen. Mit den Toren zum 1:0 und 2:0 hatte der 24-jährige Angreifer der kleinen Bayern den Grundstein gelegt, aus Webers Worten sprach anschließend sowohl Anerkennung als auch der Ärger darüber, dass seine Elf Wriedts Klasse hilflos ausgeliefert war. Wie so viele Konkurrenten in der Regionalliga Bayern. Mit beiden Toren sicherte er dem Nachwuchs des Rekordmeisters am Freitag auch den 2:1-Erfolg beim TSV Buchbach, mit 19 Saisontreffern führt Wriedt die Torschützenliste der bayerischen Regionalliga souverän an. Wer möchte Weber da schon widersprechen?

Heute Abend (18 Uhr) kann Wriedt im Nachholspiel bei Viktoria Aschaffenburg mit seiner Mannschaft zumindest den nächsten kleinen Schritt machen, um in der kommenden Saison nicht wieder viertklassig aktiv zu sein. Schon mit einem Unentschieden würden die „Bayern-Amateure“ wieder die Tabellenführung vom VfB Eichstätt übernehmen. Die Regionalliga-Meisterschaft allerdings ist nur ein untergeordnetes Zwischenziel, da die Eichstätter ohnehin nicht für die 3. Liga gemeldet haben. So fokussiert sich schon jetzt alles auf den Showdown in den Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Nord. Dort führt aktuell der VfL Wolfsburg II die Tabelle an, Verfolger VfB Lübeck allerdings liegt mit zudem noch einem Spiel weniger nur vier Zähler zurück. Wriedt, gebürtiger Hamburger und für die Reserve des FC St. Pauli und den Lüneburger SK insgesamt 92-mal in der Nord-Regionalliga im Einsatz, hat dabei keine Prioritäten, wie er betont. Dabei hätte ein Duell mit Lübeck einen besonderen Reiz für ihn, spielt doch mit dem 25-jährigen Ahmet Arslan „einer meiner besten Freunde dort“.

Er selbst kam im August 2017 vom VfL Osnabrück, für den er in 39 Drittligapartien zwölf Treffer markierte. Dass er wenigstens dorthin, in Liga drei, wieder zurück möchte, verhehlt Wriedt auch keineswegs. Dieses Ziel deckt sich mit jenem seiner Mannschaft. Was jedoch bei einem Misslingen der Aufstiegsmission mit ihm geschieht, darüber will „Otschi“, wie er nur genannt wird, im Moment nicht spekulieren und verweist auf seinen „Vertrag bis 2020“. Obgleich erst Ende Mai feststehen wird, in welcher Liga die Bayern-Reserve in der kommenden Spielzeit aktiv sein wird, gehe er dieses Thema derzeit „ganz entspannt an“. Schwer vorstellbar jedenfalls, dass dieser so abschlussstarke Topstürmer auch in der nächsten Saison die gegnerischen Trainer in der bayerischen Regionalliga vor unlösbare Probleme stellt. Ist Wriedt doch zweifelsohne, das sieht nicht nur Garchings Daniel Weber so, für diese Liga einfach zu gut. MATTHIAS HORNER

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