Klopp peilt das Double an

von Redaktion

Porto soll für Liverpool in der Königsklasse nur Durchgangsstation sein

Liverpool – Die Liverpool-Fans, sagt Jürgen Klopp, würden für die erste englische Meisterschaft seit 29 Jahren „aus dem 16. Stock springen“ – und dafür sogar die Champions League „abschenken“. Doch Klopp selbst will davon nichts wissen, er strebt nach maximalem Erfolg. „Warum nicht beides?“, fragt er, Premier-League-Pokal und Henkelpott! Die nächste Königsklassen-Hürde FC Porto soll auf dem Weg ins Finale nach Madrid zur Durchgangsstation werden.

Klopps Reds haben im Viertelfinale vermeintlich leichtes Spiel. „Wir wissen, dass viele Leute sagen, Porto sei das leichteste Los“, sagt Klopp, und fügt mahnend an: „Das ist Quatsch. Leute, die wirklich Ahnung von Fußball haben, wollen Porto nicht als Gegner haben. Das ist ein richtiges Brett.“

In der vergangenen Saison gewann Liverpool jedoch auf dem Weg ins Endspiel im Achtelfinale sogar in Porto 5:0. Doch dieser Coup könnte sich laut Klopp nun als schwere Hypothek erweisen. „Bei der Auslosung habe ich gedacht: Oha, in Porto werden sie sich bestimmt noch an dieses Spiel erinnern“, sagt er. Entsprechend forsch erwartet Klopp die Portugiesen. „Wir müssen auf alles gefasst sein“, betont er.

Dass seine Jungs mit Druck umgehen können, bewiesen sie nicht erst in der ersten K.o.-Runde beim 3:1 in München, sondern auch Woche für Woche in der Liga. „Sie sind Mentalitätsbestien“, sagt Klopp über Mohamed Salah und Co.

Porto ist trotz Klopps Warnung der dankbarste Gegner. Zwar tönt Verteidiger Pepe: „Ich habe die Champions League schon dreimal gewonnen (mit Real Madrid), und diese Saison wird, so Gott will, das vierte Mal folgen.“ Doch der Club hat keines seiner 18 Spiele auf der Insel gewonnen und in den jüngsten sechs nicht mal getroffen.

Artikel 1 von 11