Mit kleinem Vorteil ins Volleyballfest

von Redaktion

Alpenvolleys vor erstem Halbfinal-Duell in Innsbruck: „Berlin hat im Kopf mehr Druck“

Unterhaching – Die Anspannung ist offensichtlich ganz von Hannes Kronthaler gewichen. Nachdem die Alpenvolleys Haching die mögliche Schmach eines frühzeitigen Aus gegen Herrsching unter einigem Zittern abgewendet haben, freut sich ihr Manager nur noch auf das Playoff-Halbfinale um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft gegen Titelverteidiger Berlin: „Mein Ziel habe ich jetzt erreicht. Wenn wir gut spielen und gegen einen besseren Gegner verlieren, ist es für mich in Ordnung“, sagt der Tiroler vor dem ersten Duell (best of 5), das heute (19 Uhr) in Innsbruck steigt.

Grundsätzlich erwartet Kronthaler ein enges Rennen um den Endspieleinzug. „Die Chancen stehen 50 zu 50, das haben auch die Ergebnisse in der Normalrunde gezeigt, wo wir zuhause 3:0 gewonnen und auswärts 0:3 verloren haben.“ Und so könnte das Heimrecht, das die Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Innsbruck in einem möglicherweise notwendigen fünften Spiel genießen würde, ausschlaggebend sein. „Auch, dass wir das erste Spiel zuhause haben, ist sicher ein kleiner Vorteil für uns“, glaubt Kronthaler.

Doch die Berliner sind ein harter Brocken, erst recht, seit sie im Winter personell mit dem französischen Libero Nicolas Rossard und dem Russen Sergei Grankin, der als weltbester Zuspieler gilt, nachgebessert haben. Das schreckt Kronthaler aber nicht: „Düren hat gezeigt, dass man Berlin auch mit Grankin schlagen kann“, verweist er darauf, dass die Berliner im Viertelfinale eine Partie verloren. Zudem sieht der Alpenvolleys-Manager einen psychologischen Pluspunkt bei seiner Mannschaft: „Berlin hat im Kopf mehr Druck als wir.“

Zunächst aber freut sich der 53-Jährige vor allem auf ein Volleyballfest. Seit dem Bundesliga-Einstieg der Alpenvolleys 2017 liegt der Besucherrekord bei 1800 Zuschauern. Das war vorige Saison gegen Berlin. Aus den reinen Tiroler Zeiten steht die Bestmarke in Innsbruck bei 2200 Fans in einem Champions-League-Spiel gegen Friedrichshafen. „Ich rechne mit mindestens 1600 Leuten, 2000 wären super“, sagt Kronthaler. „Das wären, wenn man die Größe der Städte vergleicht, so viele wie 6000 in Berlin.“ UMBERTO SAVIGNANO

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