Unterhaching/Innsbruck – Mit dem 3:1 (28:26, 25:20, 23:25, 31:29)-Heimsieg gegen Titelverteidiger Berlin haben die Alpenvolleys Haching im ersten Playoff-Halbfinale zur Deutschen Volleyballmeisterschaft ihre Endspiel-Ambitionen kräftig untermauert.
Vor 2000 Zuschauern in Innsbruck schienen sich gleich zu Beginn zwei Prognosen der Alpenvolleys-Verantwortlichen zu bestätigen: Zum einen die Voraussage von Manager Hannes Kronthaler, es werde ein ausgeglichenes Halbfinale; zum anderen jene seines Sportdirektors Mihai Paduretu, der fürs eigene Team einen Vorteil beim Service sah: „Wenn die Sprungaufschläge funktionieren, sehe ich eine Chance.“ Tatsächlich entwickelte sich im ersten Durchgang ein enges Duell mit Verlängerung, in dem Kirill Klets erst den fünften Satzball zum 28:26 für die Gastgeber nutzen konnte. Ein Teilerfolg, der sich nicht zuletzt auf die beschworenen druckvollen Aufschläge gründete.
Und die Alpenvolleys legten nach: 25:20 im zweiten Durchgang, der mit einem der vielen Berliner Servicefehler endete. Im dritten Satz schienen die Alpenvolleys beim 8:4 einem klaren Erfolg entgegenzueilen. Doch mit dem Rücken zur Wand kämpfte sich der Titelverteidiger wieder heran, schaffte mit dem 23:25 den Anschluss und war im vierten Umlauf ganz nah dran an einer Wende. Doch die Gäste vergaben fünf Satzbälle. Wenig später durften die Alpenvolleys in dieser dramatischen Satzverlängerung ihren erfolgreichen zweiten Matchball zum 31:29 nach insgesamt 130 Minuten bejubeln.
Die Prognose von der Ausgeglichenheit beider Teams hielt einer Prüfung also bis zum Ende dieses Abends stand. Das Resultat macht den Alpenvolleys allerdings auch die Hoffnung, dass der Heimvorteil in diesem Halbfinale den Ausschlag geben könnte. Dann hätten sie, weil sie ein Entscheidungsspiel der Best-of-5-Runde zuhause bestreiten dürften, beste Karten. Zunächst aber geht es am Samstag nach Berlin. UMBERTO SAVIGNANO