Werder freut sich auf die Bayern

von Redaktion

Bremen will in anstehenden Duellen „alles auf den Platz werfen“

Bremen – Die Fans von Werder Bremen stimmten bereits den alten Schlachtruf „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ an. Trainer Florian Kohfeldt ließ sich jedoch noch keine markige Kampfansage entlocken. „Es werden zwei sehr, sehr schwere Spiele gegen die individuell stärkste Mannschaft von Deutschland. Aber wir werden alles auf den Platz werfen, was wir haben, um in diesen beiden Spielen etwas rauszuholen“, sagte der 36-Jährige vor den beiden Duellen in der Bundesliga und im Halbfinale des DFB-Pokals mit dem FC Bayern. Da geriet das wenig glanzvolle 2:1 gegen Freiburg schnell in den Hintergrund.

„Es war schon zäh. Ich musste auch Geduld mit mir bewahren“, meinte Kohfeldt, auch wenn es für ihn ein „sehr verdienter Heimsieg“ war. Die Bremer mussten bis zur 76. Minute warten, ehe sie durch Davy Klaassens Kopfballtor erlöst wurden. Theodor Gebre Selassie ebenfalls per Kopf entschied in der 84. schließlich das Spiel. Der Treffer von Luca Waldschmidt (90.+3) war nur noch Ergebniskosmetik.

Der Schlüssel zum Erfolg? Für Sturm-Oldie Claudio Pizarro ganz klar. „Wir haben Geduld gehabt. Am Anfang war es nicht so einfach, weil alle elf Spieler hinten gestanden haben. Aber in der zweiten Hälfte konnten wir etwas mehr Fußball spielen. Dann haben wir die Tore auch gemacht“, sagte der 40-Jährige.

Durch den Arbeitssieg mischt Werder im Kampf um die Europa-League-Plätze weiter munter mit und zog durch die Niederlage von Wolfsburg an den Niedersachsen vorbei. Und nun folgen also die zwei Kracher gegen die Bayern. Zunächst kommt es am Samstag in München zum Aufeinandertreffen in der Liga, ehe der deutsche Rekordmeister im Pokal-Halbfinale am 24. April in Bremen gastiert. „Mittwochabend hier im Stadion – darauf freue ich mich wie ein kleines Kind“, sagte Kohfeldt. Auch Mittelfeldmann Maximilian Eggestein fiebert den Partien entgegen: „Wir wollen auf jeden Fall beide Spiele gewinnen.“

Unklar ist noch, ob Werder-Torhüter Jiri Pavlenka rechtzeitig fit wird. Der Tscheche musste zur Halbzeit ausgewechselt werden. „Er hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Danach konnte er sich nicht mehr abdrücken. Ich vermute aber, dass es nicht so schlimm ist und hoffe, dass es zum Samstag hin wieder gehen wird“, so der Coach. sid

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