Dardai kehrt zum Nachwuchs zurück

von Redaktion

Hertha-Trainer beendet am Saisonden Job bei den Profis, bleibt aber im Verein – Preetz setzt auf „neue Impulse“

Berlin – „Mr. Hertha“ rückt wieder ins zweite Glied: Nach viereinhalb größtenteils erfolgreichen Jahren läuft Pal Dardais Zeit als Cheftrainer bei Hertha BSC im Sommer ab. Der Ungar wird in der kommenden Saison den Bundesligisten nicht mehr betreuen und stattdessen wieder als Nachwuchstrainer i Club arbeiten. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie waren bei den Berlinern die Zweifel zu groß, dass Dardai die ambitionierten Ziele noch erfüllen kann.

Man sei „gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer Impuls im Sommer der richtige Schritt für Hertha BSC ist“, wird Geschäftsführer Michael Preetz in einer Pressemitteilung zitiert: „Pal ist ein wichtiger Bestandteil der positiven Entwicklung unseres Clubs und wird auch über seine Zeit als Cheftrainer der Profis hinaus ein großer Faktor der Hertha-Familie bleiben.“

Es ist geplant, dass Dardai, der im Februar 2015 die Nachfolge von Jos Luhukay angetreten hatte, im Sommer 2020 wieder im Nachwuchsbereich bei Hertha arbeitet. Dort besitzt der 43-Jährige einen unbefristeten Arbeitsvertrag. „Hertha ist und bleibt mein Zuhause“, sagte Dardai. Er sei „stolz darauf, was wir in dieser Zeit gemeinsam erreicht haben“.

Dardais Aus hatte sich abgezeichnet. Zum vierten Mal verspielt Hertha in einer schwachen Rückrunde eine noch bessere Platzierung. Zudem soll es zwischen dem Trainer und Preetz immer häufiger zu inhaltlichen Dissonanzen gekommen sein. Dennoch wurde Dardais Vertrag erst im Winter um ein weiteres Jahr verlängert.

Mit seiner Verschwörungstheorie gegenüber Berliner Medien („Das ist ein sogenannter geplanter Mord“) hat sich Dardai in der Krise wenig souverän gezeigt. Er bat immer wieder um mehr Geduld für das junge Team, das er mit Spielern des „goldenen“ 1999er Jahrgangs aufbaute. „Irgendwann werden wir auch eine große Mannschaft haben“, hatte Dardai prophezeit. Sollte es so kommen, wird er die Früchte nicht mehr ernten können.  sid

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