Guardiola denkt zu viel nach

von Redaktion

Bei ManCity regt sich Kritik an Peps Streben nach Perfektion

Manchester – Pep Guardiola, sagt Kevin De Bruyne, sei „ein Meister der Taktik, da gibt es keinen Zweifel“. Dabei mache sich der der Teammanager von Manchester City aber „doppelt so viel Druck“ wie seine Spieler, schreibt De Bruyne in einem Beitrag für „The Players’ Tribune“, weil es ihn nicht nur um Siege gehe. „Er will Perfektion“. Und dieses Streben droht Guardiola jetzt – mal wieder – zum Verhängnis zu werden.

Dass City heute (21 Uhr/Sky) mit einer 0:1-Hypothek ins Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur geht, da sind sich die Experten auf der Insel einig, ist Peps Schuld. „Er denkt zu viel nach“, heißt das Urteil. Der „Guardian“ sieht ein Muster darin, dass „eine seiner größten Stärken, Spiele bis ins kleinste Detail vorzubereiten, sich zur Ursache für sein Scheitern verkehrt“. Befeuert hat diese Meinung auch die Kritik von Ilkay Gündogan: „Wir versuchen, das Besondere zu machen, dabei ist weniger manchmal mehr.“

Guardiola sieht dies natürlich anders. Mit seiner Art habe City in den vergangenen 20 Monaten 180 Punkte in der Liga geholt und liege aktuell auf Kurs für fünf Titel, betonte er. Doch der wichtigste, jener in der Champions League, blieb bisher ein Traum.  sid

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