Stimoniaris bringt sich in Stellung

von Redaktion

Ismaiks Statthalter zum Aufsichtsratsvorsitzenden der 1860-KGaA gewählt

VON LUDWIG KRAMMER

München – In der Liga steht für den TSV 1860 beim Halleschen FC am Karsamstag das erste von fünf „Endspielen“ (Sportchef Gorenzel) an, auch clubpolitisch ist die heiße Phase bis zur Mitgliederversammlung am 30. Juni eingeläutet. In der Sitzung des KGaA-Aufsichtsrates am Dienstag wurde festgezurrt, was angekündigt war: Der (vorerst) gescheiterte Präsidentschaftskandidat Saki Stimoniaris ist nun Vorsitzender des sechsköpfigen Kontrollgremiums. Einstimmig wählten die Funktionäre den 48-jährigen MAN-Betriebsratschef zum Nachfolger von Investoren-Bruder Yahya Ismaik, der dem Gremium neben Karl-Christian Bay, Thomas Heigl, Sebastian Seeböck (alle e.V.) und Andrew Livingston (Investorenseite) erhalten bleibt.

„Die Aufgabe ist sehr spannend und reizvoll. Ich werde meine ganze Kraft in dieses Amt stecken, auch damit im Verein mehr miteinander gearbeitet wird. Wir wollen alle das Beste für 1860“, ließ sich Stimoniaris in der am Dienstagabend verschickten Pressemitteilung zitieren. Was dieses Beste konkret sein soll und wie groß die Einigkeit darüber im Aufsichtsrat ist, ließ er offen. Die politische Großwetterlage jedenfalls sieht nach Informationen unserer Zeitung weiterhin so aus, dass der e.V. als Minderheitsgesellschafter und 50+1-Profiteur frische Darlehen von Haupteigner Ismaik nur unter strengen Bedingungen annehmen will.

Löwen-Präsident Robert Reisinger hatte es in einem „SZ“-Interview unlängst so zusammengefasst: „Gegen Genussscheine haben wir nichts grundsätzlich. Aber eben unter der Bedingung, dass das Geld beim Lizenzierungsantrag überwiesen (…) ist. Dann kann der Geschäftsführer damit planen.“ Den Lizenzierungsantrag haben die Löwen Mitte März fristgerecht gestellt, die Antwort vonseiten des DFB bzw. deren Veröffentlichung steht noch aus.

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