FAN-BERICHT

23 Plätze – 25 e

von Redaktion

Rüdiger Rabe, Sport-Fan aus Hamburg, hat sich heuer was gegönnt: eine Reise zu den Australian Open, dem ersten Tennis-Grand-Slam-Turnier des Jahres. Er hat an Spielen angeschaut, was nur möglich war. Ist das teuer? Ja und nein.

Rabes Grundausstattung waren fünf Ground-Tickets für je 40 Australische Dollar (25 Euro). Sie gelten immer den ganzen Tag (Beginn: 11 Uhr). Zugang erhält man auf 23 der 25 Plätze im Melbourne Park (früher hieß er Flinders Park). „Man kann überall hin, sofern nur Platz ist. Ich bin in 14 Tagen nur zweimal nicht reingekommen.“ Zudem gab es täglich ein Konzert auf der Anlage, außerdem ein Filmfest – im Preis inkludiert. Rabes Preis-Leistungs-Highlight: Das Doppelfinale fand auf einem der vielen Nebenplätze statt. „Das Hin- und Herwechseln zwischen den Plätzen bereitet großen Spaß – besonders ab Mittwoch der ersten Woche, wenn die Doppel beginnen.“

Es besteht auch die Möglichkeit, auf die beiden Hauptstadien upzugraden – auf Rod-Laver- und Margret-Court-Arena – der Preis fürs Ground Ticket wird dann angerechnet. Es gibt unterschiedliche Preiskategorien, sie richten sich nach der Qualität des Platzes wie der Uhrzeit (Morgen-Session ab 11 Uhr, Abend-Session ab 19 Uhr).

Grundsätzlich wird es signifikant teurer, wenn man auf die Top-Courts will. Was Rüdiger Rabe dafür hinlegen musste:

Damen-Finale 438 Australische Dollar.

Herren-Finale 452 Dollar. „Aber ein schlechterer Platz auf dem Oberrang.“

Damen-Halbfinale in der Nightsession 276 Dollar.

Gutes Ticket für den Abend am Montag der zweiten Woche 303 Dollar.

Reihe 1 Topplatz in der Daysession der Margaret-Court-Arena am Freitag der ersten Woche 138 Dollar.

Kleiner Trick: „In der Halle wird nicht mehr kontrolliert, man kann sich auch auf einen teureren Platz setzen. Sogar beim Halbfinale waren noch Plätze frei.“ Der einzige Spieler, der jeden Platz füllt, ist Roger Federer. Rabe: „Da kommen alle, es ist wie beim Papst, egal welche Runde.“

Richtung Finale gehen die Preise exponentiell hoch. Rabe-Taktik für 2020: Endspieltickets früh erwerben, Rest vor Ort spontan.  gük

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