München – Natürlich, sagt Claudio Pizarro, er komme gerne nach München. Der Stürmer von Werder Bremen hat noch viele gute Kontakte zum FC Bayern. „Es ist schön für mich, aber wenn ich reinkomme“, sagte er mit einem verschmitzten Lächeln, sei es vielleicht nicht so schön für seinen ehemaligen Verein. „Es geht immer etwas“, tönte er Richtung München.
Mit 40 Jahren spielt Pizarro noch immer eine wichtige Rolle im Bremer Kollektiv, wenngleich nur noch als Teilzeitbeschäftigter. Beim zähen 2:1-Sieg zuletzt gegen Freiburg belebte er nach seiner Einwechslung das Bremer Offensivspiel entscheidend mit Ruhe und Raffinesse. Ein ewig junges Schlitzohr eben.
Sechs Treffer gelangen dem ältesten Torschützen der Bundesliga in dieser Saison bei 589 Minuten Spielzeit – kein schlechter Schnitt. Dass er kürzlich vom Bayern-Kollegen Robert Lewandowski in der ewigen Bundesliga-Torjägerliste überrundet wurde und nur noch zweitbester Noch-Aktiver ist, mag er verschmerzen.
Pizarro gehört zu jenen Spielern, denen die Fans auf seinen beiden wichtigsten Karrierestationen einen Wechsel verziehen haben. Er wird beim Anhang des Ex-Vereins nicht nur respektiert, sondern geliebt. Das war so in Bremen, als Pizarro beim FC Bayern spielte, und das ist jetzt nicht anders, wenn der Peruaner in die Allianz Arena kommt.
Womöglich ist deshalb die Idee von Werder-Geschäftsführer Frank Baumann, dass Pizarro nach der aktiven Karriere sowohl für Bayern als auch für Bremen tätig sein könnte, keine so schlechte, „Vielleicht ist es ja auch eine gemeinsame Geschichte, die da entstehen kann, gemeinsam mit Bayern“, sagte der frühere Profi am Donnerstag vor dem Doppel-Duell und ging so gar noch einen Schritt weiter. „Vielleicht auch gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga.“ Zuvor hatte Pizarro sowohl von seinem aktuellen als auch von einem ehemaligen Club einen Job im Anschluss an die Karriere angeboten bekommen. Auch das passiert nicht so vielen Profis. es