Kampf um die Tickets: Tricksen auch Mannheimer den EHC aus?

von Redaktion

Das erste Finale, von dem bis zwei Tage zuvor unklar war, ob man es überhaupt erreichen würde, kam für die Münchner Eishockey-Fans zu schnell. Nur 63 Eintrittskarten in der vollen Mannheimer Arena (13 600 Plätze) gingen auf den offiziellen Wegen an die Anhänger des EHC.

Am Samstag (20 Uhr), zum zweiten Spiel in München, wird der Gäste-Block anders bestückt sein. 450 passen in den Block in der Südkurve, doch wie schon in der Halbfinalserie gegen Augsburg wird der EHC München damit rechnen müssen, dass auch angrenzende Areale von Sympathisanten des Auswärts-Teams besetzt werden.

Einige Mannheim-Fans berichteten im Internet, dass sie online zwar Karten bestellen konnten, ihnen das Geld von der Kreditkarte abgezogen wurde, dann aber der Vorgang mit dem Vermerk „Buchungsfehler“ abgebrochen wurde. Ein User erzählt, Eventim, die Vertriebsplattform, habe nach telefonischer Reklamation das Geld zurückgebucht, jedoch erklärt: „Mein Account wurde automatisch gesperrt, da ich in der Vergangenheit immer nur Karten für EHC vs MERC/Südkurve gekauft habe.“ Diese Accounts würden daher gesperrt und nicht mehr entsperrt. „Wurde also vom Spiel direkt ausgeschlossen, obwohl ich nicht in Mannheim, sondern in Bayern wohne.“

Augsburger hatten die Erfahrung gemacht, dass sie aufgrund ihrer Postleitzahlen nicht bestellen konnten – sie umgingen das, indem sie Münchner Zahlen eingaben. Auch im letzten Halbfinale waren mindestens doppelt so viele wie die „erlaubten“ 450 Augsburger in der Halle.

Es ist davon auszugehen, dass auch die Mannheimer sich was einfallen lassen. Jedenfalls gibt es eine unter Adler-Fans kursierende Anleitung, wie man seinen Account bei Red Bull München zurücksetzen lassen und dann bestellen kann. Konter des EHC: „Bis auf Weiteres ist im Onlineshop keine Neuanmeldung möglich.“  gük

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