Was alles weggeht: Miete, Security, GEMA, Honorare, Steuern

von Redaktion

Was nimmt ein Verein ein, wenn er für eine Karte im Schnitt 20 Euro verlangt und 5000 Leute im Stadion sind? 100 000 Euro – doch natürlich bleiben die ihm nicht.

„Es müssen die Kosten für die Miete abgezogen werden, denn den meisten Clubs gehört ihre Sportstätte nicht“, sagt Professor Christoph Breuer von der Sporthochschule Köln. „Dazu kommen organisatorische Kosten wie etwa die Security und die Versicherung, das Honorar für die Sportler. Abgaben an die GEMA werden fällig.“ Es müssen auch Steuern bezahlt werden – welche, das hängt davon ab, ob der Veranstalter Gemeinnützigkeit für sich in Anspruch nehmen kann oder kommerziell ausgerichtet ist.

Eintritt wird auch in den unteren Fußball-Spielklassen erhoben. Wie hoch der ist, soll Sache des jeweiligen Vereins sein. „Die Vereine stimmen sich in den jeweiligen Spielklassentagungen untereinander ab“, sagt Fabian Frühwirth vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV), „wir sind allenfalls moderierend tätig und setzen uns dafür ein, dass es keine überproportionalen Unterschiede in den jeweiligen Ligen gibt.“

Eine Vorstellung, die im Kontext mit Fußballtickets umgeht, ist, dass von jeder verkauften Karte ein Betrag an den Verband abgeführt werden muss. Fabian Frühwirth klärt auf: „Im Ligaspielbetrieb gibt es keine Verbandsabgaben pro Ticket. Auch bei Pokalspielen nicht. Die Verbandsabgabe kommt ausschließlich bei Wiederholungs-, Entscheidungs- und Relegationsspielen zum Tragen und beträgt 15 Prozent des Nettobetrags der Einnahmen.“

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