TISCHTENNIS

WM: Boll hofft auf „Explosion“

von Redaktion

Ein schlechtes Gefühl als gutes Omen: Tischtennis-Star Timo Boll hofft für die Einzel-WM ab Ostersonntag in Budapest auf die Wiederholung schon so manch überraschender Formexplosion zu rechten Zeit am rechten Ort. „Ich habe in den letzten Wochen sicher nicht wie die Nummer fünf der Welt gespielt. Aber ich bin schon öfter in keiner guten Verfassung zu Turnieren gekommen, und am Ende sind es meine stärksten geworden“, sagte der Europameister vor der Abreise nach Ungarn: „Ich will nicht zu pessimistisch sein.“ Einen optimalen Verlauf seiner WM-Vorbereitung stellt sich Boll gleichwohl anders vor. Bedingt auch durch Schulterprobleme musste der Düsseldorfer zuletzt mehrere bittere Niederlagen einstecken. „Da knabbert man schon ein bisschen dran“, gestand Boll. „Ich versuche aber, mich nicht zu sehr von der Abwärtsspirale runterziehen zu lassen und Erfahrung und Willen dagegenzusetzen.“

Mit seiner zweiten WM-Medaille im Einzel nach Bronze 2011 rechnet der 38-Jährige aber eher nicht. „Dafür muss schon viel wirklich ideal laufen“, meint der frühere Weltranglistenerste. Mehr Möglichkeiten rechnet sich Boll für sein Doppel mit dem jüngst starken Saarbrücker Patrick Franziska aus. „Da seien die Chancen auf Edelmetall „größer als im Einzel.“

Ganz aufs Einzel fokussiert ist Europe-Top-16-Gewinner Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg). Nach seiner langwierigen Verletzung im Vorjahr sieht sich der 30-Jährige wieder auf dem Weg zu seiner Glanzform, durch die er Ende 2017 an die Spitze der Weltrangliste geklettert war. „Mal gucken, wie weit es der neue Ovtcharov schafft“, sagte er.

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