Handball: Flensburg macht großen Schritt

von Redaktion

Mannheim – Die österliche Handball-Gala war meisterlich, die anschließenden Jubeltänze titelreif – doch von einer Vorentscheidung im Kampf um die Schale wollte bei der SG Flensburg-Handewitt niemand etwas wissen. Oder besser gesagt: Fast niemand.

Denn während sich Routinier Holger Glandorf und die anderen SG-Protagonisten nach dem imponierenden 26:23-Auswärtserfolg bei den Rhein-Neckar Löwen strikt ans selbst auferlegte Schweigegelübde hielten, preschte ausgerechnet der Matchwinner vor. „Wir sind zu 80 Prozent deutscher Meister“, jubelte Flensburgs Keeper Benjamin Buric, vollgepumpt mit Adrenalin.

Wenige Meter von ihm entfernt stand SG-Trainer Maik Machulla gerade am ARD-Mikrofon, hörte die Aussagen des Bosniers und schaute, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen. „Wer Buric kennt, der weiß: Er ist immer sehr schnell mit dem Mundwerk“, sagte der Coach mit ernster Miene. Machulla betonte zudem, es sei „noch gar nichts entschieden“.

Doch auch Flensburgs Trainer wusste nach dem Auswärtscoup vor einem TV-Millionenpublikum im Ersten: Vier Punkte Vorsprung auf den THW Kiel sind angesichts noch sieben ausstehender Spiele ein riesiges Pfund, der souveräne Erfolg beim Meister von 2016 und 2017 ist ein großer Schritt.  dpa

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