Budapest – Timo Boll hat den anstrengendsten Tag bei der Tischtennis-WM erfolgreich hinter sich gebracht. Der 38 Jahre alte Europameister spielte sich gestern in Budapest durch zwei Runden im Einzel und zog zwischendurch mit seinem Freund Patrick Franziska auch in das Doppel-Achtelfinale ein.
Dort gilt das Duo als größte deutsche Medaillenhoffnung bei dieser WM, auch weil sie nach ihrem 4:0-Sieg gegen die Ägypter Mohamed El-Beiali/Ahmed Saleh heute nicht die gegen an Nr. 1 gesetzten Masataka Morizono/Yuya Oshima spielen müssen. Die beiden Japaner verloren mit 3:4 gegen Tristan Flore/Emmanuel Lebesson aus Frankreich.
„Das Ausscheiden der Japaner heißt nicht, dass wir jetzt im Achtelfinale ein Freilos haben. Im Gegenteil: Flore und Lebesson sind auch nicht viel schlechter. Das Match ist absolut offen“, sagte Boll.
Im Einzel hatte der Bundesliga-Profi von Borussia Düsseldorf in der zweiten Runde gegen Lubomir Pistej aus der Slowakei (4:0) deutlich weniger Mühe als zum Auftakt gegen den kampfstarken Kroaten Andrej Gacina (4:2). „Der Respekt war groß. Ich habe auch schon einige Male gegen ihn verloren“, erklärte Boll.
Trotz der Mehrfachbelastung durch Doppel und Mixed zog auch Patrick Franziska (Bensheim) in die Runde der letzten 32 ein. Der 26-Jährige setzte sich gegen den Ungarn Tamas Lakatos (4:0) sowie Anton Källberg aus Schweden (4:2) durch.
Bei den deutschen Frauen hat am Dienstag dagegen nur das Doppel Sabine Winter und Chantal Mantz die zweite Runde überstanden. Die Europameisterinnen Kristin Lang/Nina Mittelham schieden in diesem Wettbewerb aus, und auch für die deutsche Meisterin Nina Mittelham und Europas Top-16-Siegerin Petrissa Solja war im Einzel gegen zwei Top-Spielerinnen aus Taiwan vorzeitig Schluss. dpa