Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hofft auf den Klassenverbleib von Revierrivale Schalke 04. „Ich will nicht, dass Schalke absteigt. Die Bundesliga braucht Schalke und die Derbys“, sagte der Clubchef vor dem Duell der beiden Bundesligisten am Samstag. Dass die Königsblauen mit einem Auswärtssieg im Revierderby in Dortmund ihre bis dahin verkorkste Saison vergessen machen können, glaubt der 59-Jährige nicht. „Diese Argumentation ist schon ein wenig lächerlich“, sagte Watzke. „Die Schalker müssen nicht die Saison in einem Derby retten, sondern den Klassenerhalt sichern. Aber wenn es nach mir geht, möglichst nicht bei uns.“
Schalke 04 hat vor dem 176. Revierderby bei Borussia Dortmund am Samstag Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb erneut aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader geworfen. Bentaleb darf nicht mit der Profimannschaft trainieren, sondern muss mit der U23, die in der Oberliga spielt, arbeiten. Dies gaben die Königsblauen gestern bekannt. Bereits Mitte März war der algerische Nationalspieler zur Schalker U23 strafversetzt worden, weil er nicht, wie trotz Verletzung abgesprochen, zum Heimspiel gegen RB Leipzig (0:1) in die Arena gekommen war. Erst am 9. April war der 24-Jährige von Trainer Huub Stevens begnadigt und wieder zum Mannschaftstraining der Profis zugelassen worden.
Der niederländische Rekordmeister Ajax Amsterdam sorgt nach dem sensationellen Einzug ins Halbfinale der Champions League weiter für Aufsehen. Durch den 4:2-Sieg am Dienstag gegen Vitesse Arnheim hat das Team von Cheftrainer Erik ten Hag wettbewerbsübergreifend 160 Treffer erzielt und ist damit das torgefährlichste Team der niederländischen Fußball-Geschichte. Nach 41 Minuten egalisierte Hakim Ziyech mit dem 158. Treffer den 38 Jahre alten Rekord von Ligarivale AZ Alkmaar, anschließend durchbrach der Spitzenreiter die alte Bestmarke durch Matthijs de Ligt (58.) und Dusan Tadic (80.). Am kommenden Dienstag tritt Ajax im Halbfinale der Champions League bei den Tottenham Hotspur an.
Der spanische Fußball-Supercup soll ab Januar 2020 für sechs Jahre in Saudi-Arabien ausgetragen werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten verhandelt der Verband RFEF derzeit mit der Regierung des arabischen Landes. Laut der Zeitung Marca verlangen die Spanier pro Jahr 30 Millionen Euro. Schon 2018 war der Titel außerhalb Spaniens ausgespielt worden, damals gewann der FC Barcelona vor 40 000 Zuschauern im marokkanischen Tanger gegen den FC Sevilla 2:1. Künftig sollen vier Mannschaften teilnehmen – die beiden Pokalfinalisten sowie die zwei besten Teams der Liga, die nicht im Endspiel standen.