Augsburg vor dem Matchball

von Redaktion

Mit einem Sieg über Leverkusen hätte der FCA den Klassenerhalt sicher

Augsburg – Die Lust des FC Augsburg auf die Heim-Party zum Klassenverbleib soll Bayer Leverkusen die wohl letzte Chance auf die Champions League kosten. „Wir haben vier Matchbälle. Am Besten und Einfachsten ist es, wenn wir den ersten verwerten“, betonte Augsburgs neuer Trainer Martin Schmidt vor dem heutigen Auftritt (20.30 Uhr/Eurosport Player) in der Fußball-Bundesliga. „Am Ende wollen wir alle das Höchste erreichen“, sagte der Leverkusener Coach Peter Bosz, der die Hoffnung auf das Erreichen der Königsklasse nicht aufgibt.

Zwei Zu-null-Siege nacheinander und ein aussichtsreiches Restprogramm unter anderem gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt machen den Leverkusenern Mut. Fünf Zähler fehlen der Bayer-Elf auf die Hessen, die auf Platz vier liegen. Der dritte Dreier am Stück unter Schmidts Leitung würde dem FC Augsburg indes vorzeitig eine weitere Bundesliga-Saison bescheren. Leverkusen hat Respekt vor den Fuggerstädtern. „Wir treffen auf einen Gegner, der Selbstvertrauen hat und in einer guten Verfassung ist“, sagte Bosz gestern. „Aber das sind wir auch.“

Und er hat die Statistik auf seiner Seite: 15 Mal trafen der FCA und Bayer in der Bundesliga aufeinander – gewinnen konnten die Augsburger noch nie. „Solche Herausforderungen liebe ich“, versicherte Schmidt. Er sieht die Chance, diese schwarze Serie endlich zu beenden. „Mit dem jetzigen Tempo und der Überzeugung und dem Selbstvertrauen, das wächst, sind wir schon so aufgestellt, dass wir nicht nur davon träumen müssen“, betonte der 52-Jährige.

Um das immense Offensivpotenzial von Bayer um Kai Havertz, Julian Brandt und Kevin Volland zu bändigen, brauche seine Mannschaft die ersten 30 Minuten aus dem furiosen 6:0 gegen den VfB Stuttgart gleich dreimal. Nach der ersten halben Stunde lag der FCA 3:0 vorne.

„Es kann sein, dass Stuttgart nicht in bester Verfassung war. Aber sechs Tore muss man erst mal schießen“, erkannte Bosz an. Und mit Blick auf Schmidts Premierensieg beim 3:1 auswärts gegen die Eintracht meinte er: „Frankfurt hat früh eine Rote Karte bekommen, aber auch da muss man erst mal gewinnen.“

Verzichten müssen die Leverkusener auf Offensivspieler Leon Bailey, der beim 2:0 gegen Nürnberg eine Oberschenkelverletzung erlitten hat, und den lange fehlenden Karim Bellarabi. Sonst hat Bosz keine Personalsorgen. Schmidt dürfte wieder auf Torwart Gregor Kobel bauen können, der zuletzt wegen einer Gehirnerschütterung pausierte. Topstürmer Alfred Finnbogason musste nach einer Waden-Operation die Saison beenden. „Finn tut uns weh“, meinte Schmidt zum Ausfall des Angreifers, „aber die anderen machen uns Freude.“  dpa

Artikel 1 von 11