München – Als Robert Renauer vom neuen Partner des ADAC GT-Masters hörte, hat sich der Meister zunächst geärgert. Denn erst künftig soll der GT-Masters-Champion ein Jackett bekommen. Ganz nach dem Vorbild der Golfer beim US Masters in Augusta. „Pokale habe ich schon genügend in der Vitrine stehen“, sagte der 34 Jahre alte Rennfahrer aus Dachau, „aber so ein exklusives Jackett ist etwas Besonderes.“
Doch nun wurde dem Porsche-Piloten doch noch diese Ehre zuteil. Fünf Tage vor dem Start in die neue Saison in Oschersleben erhielt er sein Jackett. Blau mit aufgesticktem Klubabzeichen und goldenem Innenfutter. Überreicht wurde es ihm in den Südtiroler Stuben von Renata DePauli. „Mode, Sport und Autos sind Themen, die Männer begeistern“, sagte die Chefin des Online-Portals herrenausstatter.de, „daher sind wir sehr glücklich, Partner des ADAC GT-Masters zu sein.“ Künftig wird jeder Träger des einzigartigen Sakkos auch Mitglied im Club of Champions. Renauer freut sich: „Es ist großartig, als erster Fahrer dem Club anzugehören.“ Auch Hausherr Alfons Schuhbeck ließ sich nicht nehmen zu gratulieren.
Lange ausruhen kann sich der Rennfahrer nicht, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Alfred Eigentümer von Herbert-Motorsport in Jedenhofen ist. Denn am Wochenende stehen in Oschersleben in der Magdeburger Börde bereits die ersten zwei von insgesamt 14 Rennen an. Automobilkaufmann Renauer hat den Ehrgeiz, als erster Pilot im 13. Jahr der Serie mit den Supersportwagen seinen Titel zu verteidigen. Allerdings kann er dies nicht mehr mit seinem letztjährigen Partner Mathieu Jaminet (Frankreich) machen, sondern wird sich künftig mit Thomas Preining ablösen. Der 20-jährige Österreicher kommt mit der Empfehlung des Siegers im Porsche Carrera-Cup. „Mit Thomas Preining habe ich einen jungen und hochmotivierten Teamkollegen an meiner Seite, der bereits bei den Testfahrten bewiesen hat, dass er schnell unterwegs ist“, sagt Chef und Partner Renauer.
Wieder hat es der ADAC geschafft, ein Starterfeld mit 31 Rennwagen zusammen zu bekommen. Dazu gehören Sportwagen von Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Lamborghini, Mercedes und Porsche. Das ausgeschiedene Honda wurde von Aston Martin ersetzt. „Ich freue mich schon sehr auf die neue Saison“, sagte ADAC Motorsportchef Thomas Voss, „denn die Fans werden wieder tollen Motorsport mit packenden Rennen und einem hochklassigen Starterfeld mit acht Marken sehen. Das Event hier in München war ein schöner Start in die Rennwoche und macht Appetit auf mehr.“ Spätestens nach der Anprobe seines neuen Jacketts wird Titelverteidiger Renauer das gewiss genauso sehen.