Niclas Füllkrug, 26, vom Tabellenletzten Hannover 96 wechselt zur neuen Saison zum Nordrivalen Werder Bremen. Das bestätigten die Niedersachsen gestern. Werder twitterte zunächst lediglich ein Bild von den markanten, unsymmetrischen Zähnen des Angreifers, über die Vertragslänge wurde vorerst nichts bekannt. Laut einem Bericht des Onlineportals Deichstube soll die Ablöse bei 6,3 Millionen Euro liegen und sich durch Bonuszahlungen um eine halbe Million erhöhen können. „Hannover wird für meine Frau und mich immer die Heimat bleiben. Bei 96 werden sich, denke ich, viele Dinge verändern – ich hoffe sehr zum Positiven“, ließ sich Füllkrug in der 96-Mitteilung zitieren.
Nach BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auch Manager Michael Zorc vor dem Revierderby gegen Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr/live in der ARD) seine Hoffnung auf einen Klassenerhalt des Kontrahenten geäußert. „Grundsätzlich finden wir es gut, wenn diese Rivalität weiter in der Bundesliga gelebt werden kann“, sagte Zorc. Watzke hatte der Bild zuvor erklärt: „Ich will nicht, dass Schalke absteigt. Die Bundesliga braucht Schalke und die Derbys.“ Huub Stevens, Coach der Königsblauen, antwortete auf die Frage, ob er der Borussia den Titel gönne, ausweichend. „Die Rivalität zwischen Dortmund und Schalke muss immer bestehen“, sagte er.
Dortmunds Trainer Lucien Favre will im Titelkampf der Bundesliga unter keinen Umständen von Elfmeter-Geschenken profitieren. „Lieber kein Tor schießen als einen Elfmeter bekommen, der nicht korrekt war“, sagte der Schweizer vor dem Revier-Derby gegen Schalke. Auslöser der Frage war der fragwürdige und spielentscheidende Elfmeter des FC Bayern im Pokal-Halbfinale bei Werder. Die Situation selbst wollte Favre aber nicht bewerten. Manager Zorc sagte dazu: „Man kann sicherlich diskutieren. Aber das ist ja Gott sei Dank nicht unser Thema.“
Die Liebe zum neuen Verein muss einem notfalls eingetrichtert werden. Unter diesem Motto hat sich Ajax Amsterdam eine lustige PR-Aktion mit seinem Torwart-Neuzugang Kjell Scherpen erlaubt. Der Champions-League-Halbfinalist ließ den 19-Jährigen in einer „Strafarbeit“ immer wieder „Ajax ist der beste Club der Niederlande“ schreiben. Damit reagierte der Tabellenführer der Ehrendivision auf Fanproteste nach der Verpflichtung des Schlussmanns. Der hatte sich vor Jahren negativ über Ajax geäußert und in einem Interview angekündigt, irgendwann zum Rivalen Feyenoord Rotterdam wechseln zu wollen. Das von Ajax veröffentlichte Video zeigt nun Scherpen brav kritzelnd unter Aufsicht des Sportlicher Leiters Marc Overmars und des Geschäftsführers Edwin van der Sar, die die strengen Lehrer mimen.