Es waren nicht seine Playoffs

von Redaktion

In der Feier der Adler Mannheim ging die Karriere von Michael Wolf zu Ende

Mannheim – Die Deutsche Eishockey-Liga verliert einige Typen. Thomas Greilinger zum Beispiel. Neulich liefen im Fernsehen wieder Ausschnitte, wie er im Jahr 2000 mit seinen ersten Profispielen gleich Meister mit den München Barons wurde. Geprägt hat er in den vergangenen Jahren den ERC Ingolstadt, von dem er sich nun verabschiedet hat. Greilinger will noch ein wenig bei seinem Heimatclub Deggendorf weiterspielen, der von der DEL2 in die Oberliga Süd abgestiegen ist. Im DEL-Viertelfinale mit Ingolstadt scheiterte er an den Kölner Haien, doch er zeigte noch einmal seine Klasse mit sieben Scorerpunkten in sieben Spielen.

Michael Wolf ist ein paar Monate älter als Greilinger, auch er hört auf. Aber ganz, er will sich auch von seinem Ursprungsverein, dem EV Füssen, nicht zum Weitermachen in der Oberliga, zwei Klassen tiefer also, überreden lassen. Am Freitagabend war sein letztes Spiel. Die Playoffs 2019 liefen nicht mehr gut für ihn, die Torproduktion des erfolgreichsten Torschützen der DEL-Historie geriet ins Stocken. Wolf traf einmal im Viertelfinale gegen Berlin, aber nicht mehr in sieben Partien gegen Augsburg und den fünf Begegnungen mit Mannheim. Obwohl er fit wirkte. Auch mit 38 zieht Wolf noch Sprints an, und geht er im Unterzahlspiel aufs Eis, herrschte auch bei den überlegenen Mannheimern Alarmstimmung.

In fünf Jahren gewann er mit München drei Meisterschaften, mit Iserlohn, wo er ein Jahrzehnt gewesen war, kam er nie in Reichweite eines Titels. In der späten Phase der Karriere hat Wolf hausgehalten mit den Kräften seines Körpers, ist aus der Nationalmannschaft zurückgetreten und hat das Inlinehockey-Spielen, seine Sommerbeschäftigung, sein lassen.

Dass eine der größten DEL-Karrieren inmitten der Feier der anderen endet – Schicksal. Das ihn mit dem Kollegen Greilinger verbindet. Doch für Wolf endete der Freitagabend versöhnlich: Er wurde von seinem Ex-Club Mannheim geehrt und lautstark von den Fans beklatscht.  gük

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