Nürnberg – Am Ende stand der Club wieder da wie ein Depp. Seine Anhänger feierten ihn noch Minuten nach dem Abpfiff mit Applaus und Sprechchören, doch aus den Gesichtern der Spieler des 1. FC Nürnberg war keine Freude abzulesen. Der unglückliche Tim Leibold, der gegen den FC Bayern kurz vor Schluss einen Elfmeter an den Pfosten geschossen und damit einen sensationellen Sieg vergeben hatte, vergoss sogar Tränen.
„Ein Punkt“, sagte Angreifer Mikael Ishak, „ist zu wenig gegen die“. Recht hatte er, denn: Der 1. FC Nürnberg verspielte zwei wichtige Zähler im zähen Kampf um den Klassenverbleib. Drei Spieltage vor dem Saisonende ist sein Rückstand auf den VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz auf fünf Zähler angewachsen.
Der depperte Club, für den Leibold den dritten Elfmeter in Serie und den vierten von insgesamt sechs in dieser Spielzeit vergab, will freilich tapfer weiterkämpfen. „Wir haben jetzt noch drei Spiele, und die Gegner sind sicher nicht besser als der FC Bayern“, sagte Verteidiger Lukas Mühl und versicherte: „Wir geben nicht auf und glauben an uns. Es war ein geiles Spiel, und wir gehen mit einer positiven Stimmung raus.“ sid