Fans, die den Trainer und die eigenen Spieler beschimpfen – Szenen wie die am Sonntag nach dem 0:1 gegen Jena hat man bei der SpVgg Unterhaching lange nicht mehr erlebt. Bei nur noch drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone ist die Existenzangst in der Vorstadt mit Händen zu greifen. „Drei Punkte brauchen wir noch“, sagte Präsident Manni Schwabl nach dem Spiel: „Das war heute eine richtige Watschn. Ich bin jetzt kurzzeitig enttäuscht, aber ich werde mich aufrappeln und wieder vorangehen.“
Was dieses Mal besonders schmerzte, war die nicht belohnte Überlegenheit der Hachinger. Die Thüringer nutzten ihre einzige Torchance in der 87. Minute, als Felix Brügmann von Markus Schwabls Orientierungslosigkeit profitierte und per Flachschuss traf. „Es war ein unglaublich glücklicher Sieg für uns“, sagte Jenas Trainer Lukas Kwosniak: „Die drei Punkte sind sicherlich nicht auf der richtigen Seite.“
Mitgefühl, das den Hachingern nicht weiterhilft. Drei Spiele bleiben, um den nötigen Dreier noch einzufahren – in Lautern, gegen Lotte und zum Abschluss bei den aufgestiegenen Osnabrückern. Trainer Schromm beschwört den Zusammenhalt: „Wir dürfen unsere Emotionen jetzt nicht gegeneinander ausleben.“ So weit ist’s gekommen. lk