Unterhaching – Claus Schromm hat bei der SpVgg Unterhaching für einen besonderen Motivationsschub gesorgt: Im Nachklang zu seinem 50. Geburtstag hat der Trainer des Drittligisten die Profimannschaft und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle zum Schnitzelessen eingeladen. Angesichts der sportlichen Talfahrt rumort es im Umfeld, doch Schromm kann nur von einem guten Betriebsklima berichten: „Trotz unserer nicht leichten Situation herrscht in der Mannschaft überraschende Stabilität“, sagte er.
Das Auswärtsspiel am morgigen Samstag beim 1. FC Kaiserslautern (14 Uhr) macht aber auch die Misere nach der Winterpause deutlich: In der Vorrunde fegten die Hachinger den Zweitliga-Absteiger am 30. November mit 5:0 aus dem Sportpark, die Fans träumten sogar vom Aufstieg. Jetzt fährt man, nach der verkorksten Rückrunde mit nur zehn Punkten in 16 Punktspielen, mit bescheidenen Zielen zum Betzenberg. „Wir freuen uns auf die große Kulisse und hoffen, etwas mitnehmen zu können. Eine Woche später wollen wir dann im Heimspiel gegen Lotte den Deckel im Kampf um den Klassenerhalt zumachen“, erklärte Schromm.
Auch vor den letzten drei Punktspielen macht den Hachingern die große Verletzungsmisere zu schaffen: Erneut fällt ein halbes Dutzend Stammkräfte aus, dazu ist jetzt auch noch Mittelfeldspieler Orestis Kiomourtzoglou gesperrt. Wenigstens wird der zuletzt angeschlagene Sascha Bigalke (muskuläre Probleme) die Reise an den Betzenberg antreten; hinter dem Einsatz des Spielgestalters steht aber ein Fragezeichen. Schromm bleibt trotzdem optimistisch: „Wir gehen durch ein Nadelöhr, schaffen den Klassenerhalt und gehen die neue Saison gestärkt an.“ KLAUS KIRSCHNER