München – Die Situation der Basketballer des FC Bayern könnte derzeit kaum besser sein. Drei Spiele vor Ende der Hauptrunde stehen die Münchner uneinholbar auf dem ersten Tabellenrang der BBL. Und auch in der Euroleague konnten in dieser Saison einige wichtige Erfolge gefeiert werden. So verpassten die Münchner bekanntlich nur knapp die Playoffs. Einer hat die Verantwortlichen damit bereits so überzeugt, dass sie ihn in jedem Fall halten wollen: Chefcoach Dejan Radonjic soll auch in der kommenden Saison die Münchner trainieren. FCB-Präsident Uli Hoeneß sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir haben uns kürzlich darüber unterhalten. So viel ich weiß, hat er ein Angebot für eine Vertragsverlängerung auf dem Tisch liegen.“
Der Vereinspräsident ist mit der Leistung des Montenegriners äußerst zufrieden. „Ich stehe ihm sehr positiv gegenüber. Denn ich finde, er hat einen sehr guten Job gemacht. Damals ist er in einer schwierigen Situation gekommen, in der ein ziemliches Chaos geherrscht hat“, so Hoeneß weiter.
Radonjic hatte Ende der vergangenen Saison überraschend Sasa Djordjevic abgelöst und die Bayern gleich zum Titel geführt. Der 49-Jährige dürfte sich nun jedenfalls nicht lange bitten lassen. Denn auch die kommende Saison bietet spannende Herausforderungen. Dank einer Wildcard sind die Münchner für die Euroleague gesetzt. Allerdings bedeutet das durch die geplante Aufstockung von 16 auf 18 Teams noch mehr Spiele. Hoeneß: „Ich verstehe das nicht. Die Belastung noch weiter auszudehnen, halte ich nicht für klug.“
Daher soll langfristig mit der Euroleague verhandelt werden. „Wir sind ein wichtiger Gesprächspartner der Euroleague gewesen und haben mitgeholfen, dass die deutschen Fernsehübertragungen möglich wurden. Deshalb müssen wir auch in Zukunft, wenn wir richtig etabliert sind, mitreden. So kann es nicht weitergehen. Die Spieler haben dann ja demnächst vier Spiele in der Woche und zusätzliche Reisen quer durch Europa. So sollte es nicht sein. Möglicherweise kann man dann darüber nachdenken, in zwei Gruppen zu spielen, um die Belastung im Rahmen zu halten.“
Auch in der BBL muss, wenn es nach dem Vereinsboss geht, langfristig für Entlastung gesorgt werden. „Genauso sollte man auch noch einmal mit der BBL sprechen, ob man nicht von 18 auf 16 Teams geht“, so Hoeneß.