Wenn der Präsident den Trainer vernichtet

von Redaktion

München – „Wenn es uns ans Ziel bringt, hole ich 18 Trainer“, sagt Mikhail Ponomarev, Präsident des Drittligisten KFC Uerdingen. Den vierten für diese Saison, den Ex-Münchner Heiko Vogel, hat er kürzlich vorgestellt, auf den dritten, den in sieben Spielen sieglos gebliebenen Norbert Meier, prügelt er verbal ein.

Zum 1. Mai hat Ponomarev sich einen Twitter-Account eingerichtet, zwar ohne das blaue Prominenten-Häkchen, doch gegenüber der „Rheinischen Post“ bestätigte er die Authentizität des Auftritts. Über den bundesligaerfahrenen Meier schreibt der Russe Ponomarev nun: „Mein größter Fehler beim KFC. Der schlechteste Trainer in der KFC-Geschichte. Der KFC war seine letzte Station als Trainer in Deutschland.“ Ponomarev, der schon bei der Düsseldorfer EG (Eishockey) Investor war und bei den Krefeld Pinguinen das Sagen hat, bekam für den Tweet einen Shitstorm ab für sein Nach-treten. Ein Kommentar: „Merke: Man kann Unmengen an Geld haben. Niveau kann man sich damit trotzdem nicht kaufen.“

Die zwei Tweets nach der Kritik an Meier ließ Ponomarev freundlicher ausfallen. Heiko Vogel wünscht er für das erste Spiel am Sonntag gegen Cottbus „viel Erfolg“, und er lobt KFC-Spieler Patrick Pflücke für eine „unglaubliche Entwicklung“.

Die allerdings auch nicht unabsehbar war. Pflücke wurde in Mainz in der Jugend als der nächste Mario Götze gehandelt. GÜNTER KLEIN

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