für die Bayern

von Redaktion

München – Mit Ehrgeiz bis zum Anschlag vollgepumpte Menschen werden normalerweise unleidlich, wenn sie Zwei-Tore-Führungen herschenken. Insoweit hätte Ralf Rangnick nach dem 3:3 nach 3:1-Vorsprung von RB Leipzig bei Mainz 05 entsprechend misslaunig angetroffen werden müssen. Stattdessen präsentierte sich der 60-Jährige ausgesprochen ausgeglichen. „So ist das halt, wenn zwei Mannschaften nicht mehr so brutal auf die Tabelle zu schauen brauchen.“

Die entspannte Tabellenarithmetik gilt auch für nächsten Samstag gegen die Bayern. Rangnick verspricht: „Wir werden die bestmögliche Mannschaft aufbieten.“ Zu der dann allerdings Mittelfeldspieler Kevin Kampl wegen einer Gelbsperre nicht gehören kann. Kampl selbst ärgerte sich darüber mehr als sein Trainer. „Nicht so schlimm, Hauptsache, er ist im Pokalfinale dabei.“

Kapitän Willi Orban betrachtet es als „unsere Verantwortung, gegen die Bayern eine Top-Leistung abzuliefern und denen zu zeigen, wie stark wir sind.“ Drei Gegentore sind absolut unüblich für die Verteidigungsmeister der Liga. Gegen den Branchenführer sollen die Schotten wieder dicht gemacht werden. „Das Spiel in Mainz hat unsere Sinne dafür geschärft, dass wir dem Gegner weniger Räume geben dürfen“, dozierte Orban.

Im Spiel nach vorn nutzte derweil Timo Werner seine Räume zu zwei blitzsauberen Vorlagen und einem nicht minder blitzsauberen Tor, seinem 16. dieser Spielzeit. 05-Trainer Sandro Schwarz hat mit Blick auf die beiden Showdowns der Leipziger gegen die Bayern jedenfalls eine klare Ansage: „Ich traue RB alles zu.“ Einen sachdienlichen Hinweis für den FC Bayern hatte er gleichwohl parat: „Ich habe selten eine Mannschaft erlebt, die so aktiv auf Abseits spielt wie die Leipziger.“ Beim Mainzer Ausgleich schnappte die Falle nicht zu. Ein interessanter Ansatz für die Bayern, sich mit einer guten Offensividee zu wappnen.  jcm

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