Leverkusen – Ein halbes Dutzend bis zur Pause: Eintracht Frankfurt hat bei seiner Generalprobe für das Halbfinal-Rückspiel in der Europa League ein denkwürdiges Debakel erlebt. Vier Tage vor dem zweiten Teil des K.o.-Duells beim FC Chelsea gingen die Hessen am 32. Spieltag mit 1:6 (1:6) beim direkten Konkurrenten Bayer Leverkusen unter und müssen um die CL-Qualifikation fürchten.
Kai Havertz (2.), Julian Brandt (13.), Lucas Alario (23., 34.) und Charles Aranguiz (28.) sowie ein Eigentor von Martin Hinteregger (36.) sorgten für das Torfestival der Werkself. Leverkusen egalisierte damit einen Bundesligarekord. Zuvor war ein halbes Dutzend Treffer in einer Bundesliga-Hälfte nur Dortmund, Hertha BSC, dem FC Bayern und Mönchengladbach geglückt. Bayers Jonathan Tah (14.) traf per Eigentor für die Gäste.
Leverkusen ließ sich nach Traumstart vor gut 32000 Zuschauern nicht einmal vom Gegentor beeinflussen und spielten weiter wie aus einem Guss. Spätestens nach dem vierten Gegentreffer standen die Gäste unter Schock und sahen dem Treiben der Bayer-Elf nur noch hilflos zu. Wiederum Alario mit seinem sechsten Saisontor und Hinteregger sorgten dann für den historischen Pausenstand.
Frankfurts Trainer Adi Hütter reagierte noch vor dem Seitenwechsel und nahm die völlig indisponierten Jetro Willems und Evan Ndicka vom Feld. Der Österreicher brachte dafür in der 37. Minute Torjäger Luka Jovic und Mijat Gacinovic.
Nach dem Seitenwechsel waren die Frankfurter nur noch um Schadenbegrenzung bemüht. Leverkusen nahm einen Gang raus, hatte die Partie aber jederzeit im Griff und vergab durch Kevin Volland, Kapitän Lars Bender und Havertz noch weitere Großchancen. sid