München/Madrid – Dass sich in diesen Tagen in Madrid Außergewöhnliches ereignet, zeigt zunächst der Blick in die Vergangenheit. Vor ziemlich genau drei Jahren spielte Roger Federer beim Masters-Turnier in Rom gegen Dominic Thiem, es ging um den Einzug ins Viertelfinale. Der Schweizer verlor gegen den jungen Österreicher mit 6:7, 4:6, und als er den Sandplatz im Foro Italico verließ, kehrte er nicht mehr zurück auf die rote Asche. Bis jetzt.
Spätestens am Mittwoch wird Federer beim Masters in Madrid, wo Alexander Zverev Titelverteidiger ist, sein erstes Match auf Sand seit dem 12. Mai 2016 in Rom bestreiten. Bereits im Januar hatte er seine Rückkehr angekündigt. „Es war die richtige Entscheidung“, sagte er jetzt. „Ich fühle mich gut, mental und körperlich, und habe Lust, gutes Tennis zu spielen. Ja, ich kann sagen: Alles ist wunderbar.“
Tatsächlich ist Federer trotz Abwesenheit in den letzten Jahren auf Sand nun nicht gerade der Schlechteste. Bei den French Open etwa siegte er 2009, vier weitere Male stand er im Finale, jeweils gegen Rafael Nadal. Von seinen 101 Turnieren hat der Schweizer immerhin elf auf diesem Untergrund gewonnen, das letzte 2015 in Istanbul. Und auch in Madrid war der Schweizer schon erfolgreich, zuletzt 2009. Damals war die Asche in der Caja Magica noch blau. sid