Gelsenkirchen – Die Suche nach geeignetem Führungspersonal beim FC Schalke 04 gestaltet sich offensichtlich schwieriger als erwartet. Gleich drei wichtige Positionen sind zu besetzen. Immerhin: Nach dem nun sicheren Bundesliga-Verbleib könnte Sportvorstand Jochen Schneider die Fahndung nach einem Trainer, einem Sportdirektor und einem Technischen Direktor beziehungsweise Kaderplaner intensivieren. Doch so einfach ist das nicht.
Noch vor der Nullnummer gegen den FC Augsburg am Sonntag war der Aufsichtsrat des Traditionsclubs zusammengekommen. Ergebnisse? Beschlüsse? Fehlanzeige! Favorit auf die Trainerposition ist David Wagner, der bis Mitte Januar beim Premier-League-Absteiger Huddersfield Town tätig war. Im Aufsichtsrat sind aber nicht alle vom 47-Jährigen überzeugt, weshalb auch der beim Rivalen Mönchengladbach scheidende Dieter Hecking nicht aus dem Rennen ist.
Für den Posten des Sportdirektors wurden einige Namen gehandelt – und verschwanden wieder von der Liste. Zuletzt galt Markus Krösche als Favorit. Problem: Paderborn würde Krösche nicht ohne Ablöse ziehen lassen. Es könnte also eine teure Variante sein, die im Kontrollgremium der notorisch klammen Schalker umstritten ist.
Leipzigs Chefscout Paul Mitchell und Stuttgarts Ex-Sportvorstand Michael Reschke sollen die größten Chancen als neuer Kaderplaner haben. Beide kennt Schneider gut. Reschke ist gut vernetzt, hat nach seinem Abschied beim FC Bayern in Stuttgart aber keine Bäume ausgerissen. Mit ihm gerieten die Schwaben in Turbulenzen und stehen nun noch schlechter da als Schalke. Auch hier gibt es hartnäckige Zweifel im Aufsichtsrat. dpa