Der finanziell angeschlagene Drittligist 1. FC Kaiserslautern erhält auf seiner Rettungsmission Unterstützung vom FC Bayern. Der Rekordmeister wird am 27. Mai (18.30 Uhr) zu einem „Retterspiel“ im Fritz-Walter-Stadion antreten. Die Zusage für die Partie zwei Tage nach dem DFB-Pokalfinale und die damit verbundenen Einnahmen seien „ein wichtiger Bestandteil im Rahmen unseres Lizenzierungsverfahren“, sagte FCK-Geschäftsführer Martin Bader. „Viele Jahre hat es intensive, im Rückblick auch legendäre Spiele des FC Bayern in Kaiserslautern gegeben. Der Fußball lebt von Emotionen und sportlicher Rivalität, auch von Solidarität“, wird der Bayern-Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zitiert.
In der Nachwuchsarbeit des FC Bayern bahnt sich ein Führungswechsel an. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, wird an der Säbener Straße derzeit diskutiert, ob und wann U 23-Trainer Holger Seitz (44) die Nachfolge von Klubikone Hermann Gerland (64) als sportlicher Leiter des Campus antreten wird. „Ich bin froh und dankbar, bei diesem Verein arbeiten zu können, in welcher Funktion auch immer“, sagte Seitz. Ende Mai tritt der designierte Meister der Regionalliga Bayern in der Aufstiegsrelegation gegen den Vertreter der Norddivision an. Infrage kommen der VfR Lübeck und die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg. Als wahrscheinlichster Nachfolger für Seitz bei der U 23 gilt U 19-Trainer Sebastian Hoeneß, der Neffe des Klubpräsidenten. Für ihn nachrücken könnte wiederum U 17-Trainer Miroslav Klose, der mit seiner Mannschaft aktuell die Tabelle in der B-Junioren-Bundesliga anführt.
Weil sich der gesperrte Kapitän Marco Reus während des Bundesliga-Spiels in Bremen am Spielfeldrand aufhielt, muss Borussia Dortmund 10 000 Euro Geldstrafe bezahlen. Dieses Urteil fällte gestern das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes. Das Verfahren gegen Reus wurde zudem mit der Auflage eingestellt, dass der Nationalspieler eine Spende in Höhe von 5000 Euro an die Sepp-Herberger-Stiftung überweist. „Zugunsten von Marco Reus geht der Kontrollausschuss davon aus, dass der Verstoß von ihm aus Unkenntnis über die Rechtslage begangen wurde und sich zukünftig nicht wiederholen wird“, teilte der DFB mit.
Die Transfersperre für den englischen Spitzenklub FC Chelsea bleibt bestehen. Wie die FIFA am Mittwoch mitteilte, wurde der Einspruch des Klubs gegen die in den nächsten beiden Transferperioden gültige Sanktion grundsätzlich abgewiesen. Die FIFA hatte Chelsea am 22. Februar mit der Sperre belegt, weil die Londoner in 29 Fällen bei internationalen Transfers und Anmeldungen von minderjährigen Spielern gegen Regeln verstoßen hatten.