Frische Brause für die Bayern

von Redaktion

Vom Wissenstransfer aus dem RB-Imperium profitieren auch die Münchner

VON MANUEL BONKE

München – Wenn RB Leipzig am Samstag den FC Bayern empfängt, prallen auf den ersten Blick zwei Welten aufeinander – zumindest in Sachen Vereinsgeschichte. Auf den zweiten Blick aber wird klar, dass doch einiges an RB-Power im deutschen Rekordmeister steckt.

„Man muss anerkennen, dass in Leipzig sehr kompetent, strategisch und konzeptionell gearbeitet wurde in den vergangenen Jahren“, stellte Bayern-Trainerikone Jupp Heynckes bereits im Herbst 2017 fest. In den vergangenen Jahren hat sich der FCB in der Tat eine ganze Menge Brause-Fachwissen in München angeeignet.

Im Spätsommer 2021 ist die Stadt München um eine moderne Sportstätte reicher. Dann soll nämlich die neue Heimat des EHC Red Bull München und der Bayern-Basketballer fertiggestellt sein. Bauherr des SAP Garden ist der österreichische Brausehersteller Red Bull und somit sein Gründer Dietrich Mateschitz. Bayern-Vereinspräsident Uli Hoeneß erhofft sich von der neuen Infrastruktur auch einen sportlichen Extrakick, wie er kürzlich verriet: „Mittelfristig wollen wir den nächsten Schritt machen und die Euroleague-Playoffs erreichen. Wenn wir 2021 in der neuen Halle spielen, dann sollte das das Ziel sein.“

Nachdem Bayern-Coach Niko Kovac seine Spielerkarriere bei RB Salzburg ausklingen ließ, startete er dort gleich ins Trainergeschäft durch. Er begann als Coach im Nachwuchsbereich, bevor er zwei Jahre später bei der ersten Mannschaft der Salzburger den Co-Trainerposten antrat. Die Familie des Kroaten lebt heute noch in Salzburg.

Auch Nachwuchs-Boss Jochen Sauer stand jahrelang in Diensten von RB. In München soll er mit Hilfe des modernen FCB-Campus endlich wieder Eigengewächse an die erste Mannschaft heranführen, bei RB Salzburg war Sauer fünf Jahre lang Geschäftsführer. In seiner Zeit als RB-Boss gewannen die Salzburger unter anderem das österreichische Double. Allerdings erklärte der 46-Jährige bereits bei seinem Amtsantritt in München im Juli 2017, dass er aus seiner Salzburger Zeit wenig mit zum FCB nehme, „weil ich nichts kopieren will“. Von seiner Arbeit profitiert RB Leipzig heute noch. Sauer genießt in der Branche einen ausgezeichneten Ruf, auch in die Verpflichtungen des teuer nach Liverpool verkauften Naby Keita und des Franzosen Dayot Upamecano war er involviert.

U19-Coach Sebastian Hoeneß trainierte vormals die RB-Junioren. Als Trainer der B-Jugend gewann der Neffe von Uli Hoeneß im Sommer 2017 den Landespokal. Unmittelbar nach diesem Erfolg begann seine Arbeit mit der U19 der Bayern. In München bleiben die großen Erfolge bisher allerdings aus. Zwar gilt der aktuelle Jahrgang als talentiert, doch mittlerweile liegen die A-Junioren bereits zwölf Punkte hinter dem VfB Stuttgart zurück. Hoeneß junior hat auch im zweiten Jahr die Meisterschaftsendrunde mit der U19 verpasst.

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