Mit Harmonie gegen die Krise

von Redaktion

Die SpVgg Unterhaching setzt vor dem Spiel gegen Lotte trotz der prekären Lage auf Normalität

VON KLAUS KIRSCHNER

Unterhaching – Bei der abstiegsbedrohten SpVgg Unterhaching gehen die Uhren weiter anders. Während bei den meisten Konkurrenten purer Aktionismus herrscht, bemühen sich die Verantwortlichen, trotz des langen sportlichen Sinkfluges, um Normalität. „Es ist erstaunlich, welchen Support wir noch genießen, jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat, diese Ruhe im Umfeld gibt uns Kraft, Energie und Zuversicht“, meint Trainer Claus Schromm vor dem letzten Heimspiel dieser Saison gegen die Sportfreunde Lotte (Samstag 13.30 Uhr).

Trotzdem gab es schon eine besondere Maßnahme bei der Vorbereitung auf dieses Kellerduell: Die Mannschaft hat am Freitag vor dem Training ein Frühstück arrangiert. „Die Spieler haben gemeinsam eingekauft und dann ein Buffet aufgebaut, einfach prima dieser Zusammenhalt“, lobt der Coach seine Akteure, die außerdem einen Appell an die Fans gerichtet haben unter dem Motto: „Nur gemeinsam sind wir stark“.

Die Harmonie in Haching stimmt also weiterhin trotz der misslichen Lage, denn nach elf sieglosen Partien und erst einem Heimtor im Kalenderjahr 2019 fehlt es fast allen Akteuren am Selbstvertrauen. Mit Umstellungen will der Trainer neue Signale setzen. Günstig: das Lazarett hat sich etwas gelichtet. So kehren die beiden Stammkräfte Dominik Stahl und Jim Patrick Müller, nach Verletzungspause in den Kader zurück. Stahl hatte wegen eines Zehenbruchs aussetzen müssen. Müller war zuletzt angeschlagen. „Es sieht gut aus, dass beide spielen können, wir haben nur noch fünf Ausfälle, das hat es schon lange nicht mehr gegeben, jetzt haben wir vor diesem wichtigen Heimspiel wieder etwas mehr Optionen“, betont der Coach.

Schromm hat sein Team auf das Duell mit Lotte in einer ausführlichen Analyse vorbereitet: „Der Gegner ist defensiv sehr diszipliniert, wir müssen die wenigen freien Räume besser nützen als in den letzten Spielen“, meint Schromm,

Die Ausgangsposition ist klar. Bei einem Sieg würde die Spielvereinigung auf 45 Punkte springen und wäre so gut wie gerettet. Bei einer Niederlage müsste das abschließende Saisonspiel bei Meister VfL Osnabrück entscheiden. Darauf will es in Unterhaching natürlich niemand ankommen lassen.

Das Wort Abstieg nimmt der Hachinger Coach selbst übrigens noch nicht in seinem Sprachgebrauch: „Vielleicht gibt es diesen Fußball-Gott, der uns am Samstag hilft“.

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