FUSSBALL IN KÜRZE

Hertha erfüllt Covics Traum

von Redaktion

Teammanager Jürgen Klopp vom FC Liverpool hat Bundesligist Schalke 04 für die Verpflichtung von Trainer David Wagner gelobt. „Ich kann Schalke nur gratulieren, auch wenn das meine Dortmunder Freunde nicht gerne hören“, sagte der ehemalige BVB-Trainer im Interview mit Sport1. Der 47-jährige Wagner, der zuletzt Huddersfield Town in der englischen Premier League trainiert hatte, erhält einen Vertrag bis 2022 und tritt die Nachfolge von Interimscoach Huub Stevens an. Wagner und Klopp verbindet eine enge Freundschaft, beide spielten schon in den 90er Jahren beim FSV Mainz 05 zusammen. Bei Klopps Hochzeit 2005 war Wagner der Trauzeuge.

„Lieber Schalkesieg als Nazikiez“ – vor dem Spiel von Borussia Dortmund gegen Fortuna Düsseldorf sorgten ungewöhnliche Plakate mit klaren Bekenntnissen gegen Nazis für Rätselraten. Die Poster mit dem BVB-Logo waren an mehreren Stellen in der Dortmunder City zu sehen und beruhten dem Anschein nach auf einer Zusammenarbeit des Bundesligisten mit dem Bundesfamilienministerium sowie der Initiative Exit, die Aussteiger aus der rechtsextremen Szene berät. Doch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dementierte eine Beteiligung des Vereins: „Ich habe gehört, dass es diese Fake-Plakate gibt. Wir haben nichts damit zu tun. Ob wir uns dagegen wehren können, weiß ich nicht.“ Auf den Plakaten waren polarisierende Aussagen von BVB-Profis, ehemaligen Spielern und Trainer Lucien Favre zu lesen, wie „Lieber Schalkesieg als Nazikiez“ (Marco Reus), „Dauerkarten für Naziaussteiger“ (Lucien Favre) oder „Lieber Ersatzbank als Rechtsaußen“ (Lukasz Piszczek). Auf die große Resonanz im Internet reagierte der BVB  via Twitter: „Borussia Dortmund steht für den Kampf gegen Rassismus und distanziert sich klar von jeglicher Form von Diskriminierung. Der BVB ist aber nicht Urheber der sich zurzeit im Umlauf befindlichen Plakate.“

Nachwuchscoach Ante Covic wird neuer Trainer bei Hertha BSC, der bisherige Trainer der U 23 beerbt den zum Saisonende scheidenden Pal Dardai. „Für mich als gebürtigen Berliner, der für Hertha BSC gespielt hat und seit Jahren für diesen Club als Trainer tätig ist, geht ein Kindheitstraum in Erfüllung“, sagte Covic. Zur Vertragslaufzeit machte der Klub keine Angabe. Hertha-Manager Michael Preetz war besonders der Stallgeruch des früheren kroatischen Jugendnationalspielers wichtig. „Wir hatten von Anfang an gesagt, dass wir einen Trainer wollen, der die Hertha-DNA behütet. Ante Covic versteht diese DNA mehr als jeder andere Kandidat. Er kennt gerade unsere jungen Spieler, hat sie geformt, gefördert, aufgebaut und vorbereitet auf das Profi-Geschäft“, sagte Preetz. Co-Trainer wird der frühere Bundesliga-Profi Mirko Dickhaut, der zuletzt in selber Rolle beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth tätig gewesen war.

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