Rad
Der frühere italienische Rad-Sprintstar Alessandro Petacchi steht im Zusammenhang mit dem Skandal um den Mediziner Mark S. unter Blutdoping-Verdacht. Wie die Tageszeitungen „Corriere della Sera“ (italien) und Le Monde (Frankreich) unter Berufungen auf Ermittlerkreise berichten, findet sich der Name des einstigen Milram-Profi in einer Kundendatei des Erfurter Arztes. Demnach soll Petacchi in den Jahren 2012 und 2013 Transfusionen erhalten haben. Der 45 Jahre alte Petacchi, der 22 Giro-Etappen gewonnen hat und mittlerweile TV-Experte in seiner Heimat ist, bestritt die Vorwürfe. „Ich habe erfahren, dass dieser Mark S. ein Arzt bei Milram war, als ich dort gefahren bin“, sagte Petacchi dem „Corriere della Sera“. Er habe keine Ahnung, warum sein Name in der Datei auftauche. Er hae noch nie eine Bluttransfusion gehabt, sagte er. Petacchi war zum Zeitpunkt der angeblichen Infusionen bei Lampre und Quick-Step tätig. Bei Milram stand er von 2006 bis 2008 unter Vertrag, die Zusammenarbeit endete, nachdem Petacchi aufgrund eines positiven Dopingtests wegen eines überhöhten Wertes des Asthmamittels Salbutamol im Blut gesperrt wurde.
Der Berliner Radprofi Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) hat bei der zweiten Etappe der Tour of California den 5. Platz belegt. Nach 214,5 km sprintete der Däne Kasper Asgreen zum Sieg. Zweiter wurde Tejay van Garderen aus den USA, der das Gelbe Trikot des Gesamtführenden von Peter Sagan übernimmt. Der Slowake spielte auf dem bergigen Terrain bei der Entscheidung keine Rolle. Nachdem der erste Tagesabschnitt noch flach verlaufen war, wurde das Feld am zweiten Tag schon früh auseinandergerissen. Insgesamt mussten die Fahrer bis zum Zielort in South Lake Tahoe fast 5000 Höhenmeter bewältigen. Schachmann unterstrich seine gute Verfassung, die er bereits mehrfach in dieser Saison gezeigt hatte – unter anderem mit Etappensiegen bei der Baskenland-Rundfahrt und Platz drei beim belgischen Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Auch in der Gesamtwertung liegt der 25-Jährige auf Rang fünf.
Rund eineinhalb Jahre nach seinem Karriereende ist der spanische Olympiasieger Samuel Sanchez wegen Dopings nachträglich gesperrt worden. Der Weltverband UCI bestätigte eine bis August laufende Zwei-Jahres-Sperre gegen den inzwischen 41-jährigen Goldmedaillen-Gewinner der Sommerspiele 2008 in Peking. Durch eine Trainingskontrolle im August 2017 war Sanchez die Einnahme verbotener Wachstumshormone nachgewiesen worden. Obwohl der Tour-Zweite von 2010 das Testergebnis auf den Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln zurückführte, wurde Sanchez von seinem damaligen Team BMC entlassen und beendete wenige Monate später seine Profi-Laufbahn.