München – Das Warten ist beendet: Der früheren Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler wird knapp sieben Jahre nach den Olympischen Spielen von London ihre Silbermedaille durch IOC-Präsident Thomas Bach überreicht. Am 25. Mai wird die Frankfurterin im Haus des Sports geehrt, nachdem die Russin Tatjana Lysenko wegen Dopings disqualifiziert worden war. Gold geht an die polnische Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk.
Heidler hatte ihre Karriere 2016 beendet. Ihre Frankfurter Teamkollegin Kathrin Klaas, die bei der EM in Berlin Abschied von der internationalen Bühne genommen hatte, rückte von Platz fünf auf vier vor. „Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite bin ich verärgert“, hatte Heidler, die mit ihrem 2011 erzielten Weltrekord von 79,42 m nach wie vor die deutsche Bestmarke hält, zuletzt zu der Neuvergabe gesagt. Alles was mit der Verleihung einer Silbermedaille bei Olympia verbunden ist, sei ihr genommen worden: Dass die Korrektur erst so viele Jahre später stattfindet, „macht mich traurig“. sid