Schweinfurt – Der frühere Radprofi Remig Stumpf (53) ist zusammen mit seiner Ehefrau Mirjam (41) tot in seinem Wohnhaus in Schweinfurt aufgefunden worden. „Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen muss von einem Tötungsdelikt und einer mutmaßlichen Beziehungstat ausgegangen werden. Aktuell liegen keinerlei Hinweise dafür vor, dass eine dritte Person an dem Tatgeschehen beteiligt war“, erklärte die Polizei-Pressestelle Unterfranken.
Am Dienstagmorgen hatte ein Zeuge über den Polizeinotruf mitgeteilt, dass ein Mann seine getrennt lebende Ehefrau umgebracht habe. Die Rettungskräfte fanden vor Ort Stumpfs Leiche. Im Keller des Gebäudes, wo sich ein Feuer ausgebreitet hatte, lag die Leiche seiner Frau.
Stumpf war in seiner aktiven Zeit zweimal Deutscher Meister im Zeitfahren und startete bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 im Straßenrennen (14. Platz). Der Franke, der in der frühen Phase dem Team Telekom angehörte, feierte 1989 mit einem Etappensieg bei der Tour de Suisse seinen wichtigsten Profi-Erfolg. 1991 und 1992 nahm Stumpf an der Tour de France teil, musste aber beide Mal aufgeben. Zweimal gewann er das Kölner Sechstage-Rennen (1992 und 1993). Mit 28 Jahren beendete er seine Karriere. dpa