München – Der Bundesliga-Profi Christoph Kramer warnt vor der Unterschätzung von Gefahren für Fußballer bei Gehirnerschütterungen. „Als ich bei meiner ersten Gehirnerschütterung gelesen habe, was mit mir alles passieren kann, hab ich nur gedacht: Mist, hoffentlich kannst du mit 30 noch denken“, sagte der Weltmeister von 2014 bei „t-online.de“.
Der Mittelfeldspieler erlitt mehrere Gehirnerschütterungen. Am dramatischsten war es im WM-Finale von Rio, als er nach einem Check benommen zu Boden ging. Wenig später kehrte er auf das Feld zurück, spielte weiter, wurde auf Drängen von Referee Nicola Rizzoli wenig später ausgewechselt.
Zwar würden Kopfverletzungen im Fußball nicht so dramatisch gesehen wie in anderen Sportarten. „Mich mit einem Football-Profi zu vergleichen, wäre Quatsch. Trotzdem: Das ist sehr ernstzunehmend, und im Falle einer Gehirnerschütterung muss man alles durchchecken und auskurieren“, sagte Kramer. Von der Deutschen Fußball Liga würden die Spieler nur wenige Informationen dazu erhalten. dpa