HSV: Trainer Wolf muss gehen

von Redaktion

Hamburg – Hannes Wolf ist erlöst. Nach dem verpassten Aufstieg und einem ziemlich unwürdigen Theater um die bevorstehende Entlassung hat der Hamburger SV nun auch ganz offiziell verkündet, dass der Trainer gehen muss. Wolf habe sich „für diese Woche eine Entscheidung gewünscht – und wir haben uns entschieden, dass wir uns am Saisonende trennen werden“, sagte Sportchef Ralf Becker am Freitag und bestätigte damit 48 Stunden vor dem bedeutungslosen Saisonfinale gegen den MSV Duisburg, was an der Elbe längst Gewissheit war. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, als Kandidaten werden Dieter Hecking (noch Mönchengladbach), Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF) und Dimitrios Grammozis (Darmstadt 98) gehandelt. „Wir gehen mit der klaren Zielsetzung in die Saison, aufzusteigen“, sagte Becker: „Wir wissen noch nicht, wie die Mannschaft genau aussehen wird, aber wir werden hart arbeiten, um eine richtig gute Truppe auf den Platz zu stellen.“

Dass Wolf nach dieser desaströsen Rückrunde mit bisher 16 Punkten aus 16 Spielen in Hamburg keine Zukunft mehr hatte, zeichnete sich immer mehr ab. Er traf unter zunehmendem Druck zweifelhafte Entscheidungen, und am Ende schenkte der HSV den schon sicher geglaubten Aufstieg leichtfertig her. Die Entscheidung sei „für mich auch nachvollziehbar“, sagte Wolf, für den der HSV nach wie vor „ein fantastischer Verein“ ist.  sid

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