München – Nicht getroffen und trotzdem guter Laune – das ist bei Robert Lewandowski nicht selbstverständlich. Der Stürmer des FC Bayern bekam am Samstag zum vierten Mal nach 2014, 2016 und 2018 die klobige Trophäe für den erfolgreichsten Torjäger der zu Ende gegangenen Bundesliga-Saison. Er hat damit seinen Vereinschef Karl-Heinz Rummenigge überholt – nur noch Gerd Müller gewann das Wettschießen in häufiger (siebenmal) als Lewandowski. „Es ist eine große Ehre, dass ich hinter dieser große Legende stehe“, sagte der Pole. Mit 22 Treffern war seine Quote aber deutlich niedriger als bei den vergangenen drei Auszeichnungen (zweimal 30 Tore, einmal 29).
Lewandowski nahm am Samstag seine Rolle im Hintergrund an. Er überließ das Feld den scheidenden Legenden Franck Ribery und Arjen Robben – schon in der Partie zeichnete er sich als Vorlagengeber aus. Dass er am letzten Spieltag leer ausging, nahm er mit gelassen. „Ich wollte unbedingt für sie und Rafinha gewinnen“, sagte er. Nach der Übergabe der Schale widmete er sich seiner kleinen Familie, Ehefrau Anna und dem Töchterchen, das am Ehrentag des Papas mit ins Stadion durfte.
Der „kicker“ hatte zuletzt berichtet, Lewandowski liegen Anfragen von Paris St. Germain und Manchester United vor, aber an Abschied scheint der Stürmer nicht zu denken. „Ich habe noch viele Jahre bis zum Karriereende. Ich hoffe, ich gewinne hier noch viele Titel mit dem FC Bayern“, sagte er bei Sky. es