Shanghai – Andreas Hofmann fiel nach dem Auftakt nach Maß ein großer Stein vom Herzen, Thomas Röhler wollte vom einem Fehlstart ins WM-Jahr nichts wissen: Das erste große Kräftemessen der deutschen Speerwurf-Stars beim Diamond-League-Meeting im stürmischen Shanghai fand zwar in Hofmann einen klaren Gewinner, doch auch Olympiasieger Röhler nahm für den weiten Weg in Richtung WM einige Zuversicht mit.
„Es ist schon eine Erleichterung, gleich im ersten Wettkampf eine gute Weite erreicht zu haben. Für den Saisoneinstand bin ich echt zufrieden“, sagte Hofmann, nachdem er mit 87,55 m triumphiert hatte. Die Siegerweite, Jahresweltbestleistung obendrein, erzielte er mit dem Auftaktversuch.
Europameister Röhler, vom Wurfsystem ohnehin eher windanfällig, musste sich mit Platz vier und 82,95 m begnügen. „Es war ein solider Beginn. Alles gut, ich bin entspannt“, sagte der 27-Jährige: „Ab der zweiten Runde konnte man nicht mehr weit werfen, weil der Wind extrem ungünstig war.“ Bei den Frauen schaffte es Speerwerferin Christin Hussong mit 64,10 m als Drittplazierte aufs Siegerpodest. sid