Rom – Rafael Nadal wollte keine großen Worte machen, musste er auch nicht, hatte er doch auf der roten Asche von Rom imposante Taten sprechen lassen. „Der Sieger der French Open? Rafael Nadal, wer denn sonst“, sagte der im Finale geschlagene Novak Djokovic.
Die French Open sind bereit für ihren König Rafa, und der Herr der roten Asche kommt als strahlender Sieger in sein Stade Roland Garros – und mit der nötigen Demut, wie es sich für einen guten Herrscher geziemt. „Ich möchte im Moment nicht über Paris sprechen“, sagte der Spanier nach dem 6:0, 4:6, 6:1 gegen Djokovic: „Ich möchte mich jetzt über Rom freuen, jedes Turnier ist einzigartig und speziell für mich.“ Aber Paris ist für Rafael Nadal doch immer ein bisschen einzigartiger, ein bisschen spezieller als alle anderen. Elfmal hat er das Turnier im Bois de Boulogne schon gewonnen, in diesem Jahr lockt bei den French Open „El Doce“, das glorreiche Dutzend.
Allerdings ist die Saison 2019 für Nadal nicht nach Wunsch verlaufen: Im Finale der Australian Open wurde der Spanier von Djokovic humorlos in drei Sätzen überrannt, danach folgten eine Achtelfinal-Niederlage in Acapulco und der verletzungsbedingte Verzicht auf das Halbfinale in Indian Wells. Der Körper spielte nicht immer mit, sein Spiel passte nicht zusammen. In Monaco, Barcelona und Madrid war jeweils das Halbfinale Endstation. In Rom stand aber plötzlich wieder der alte Rafael Nadal auf dem Platz, jener Nadal, dessen bestes Spiel auf Sand auf einem anderen Level stattfindet als das der Konkurrenz. sid