Bratislava – Als der Abstieg nach der 3:4-Penalty-Niederlage gegen Italien mal wieder besiegelt war, war für Roger Bader, den Trainer der österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft die Zeit der grundsätzlichen Gedanken gekommen. „Wir müssen uns überlegen, was alles besser werden muss, um das Produkt österreichisches Eishockey deutlich zu verbessern“, mahnte der Schweizer, der trotz des Debakels im Amt bleiben soll. Und leicht zu erraten: Die Blicke im Nachbarland werden in die heimische Liga gegen. Die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) bewegt sich zwar finanziell und sportlich auf ansehnlichem Niveau, wie nicht zuletzt der Halbfinaleinzug von Red Bull Salzburg in der Champions League zeigte. Doch für die Qualität sorgen vor allem internationale Kräfte. Die acht österreichischen Klubs der Vier-Nationen-Liga beschäftigten zuletzt über 100 Legionäre. Eine erste Konsequenz ist schon gezogen – von der kommenden Saison liegt die Obergrenze bei elf Nicht-Österreichern pro Team.
Besonders gravierend machte sich das Problem auf der Torhüterposition bemerkbar. So brachte Team Austria nach Bratislava drei Schlussmänner mit, die in ihren Vereinen allesamt nur Ersatz sind. Die Folge war verheerend: Mit 83,94 Prozent gehaltenen Schüssen war Österreich WM-Schlusslicht. mm