Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini hat den derzeitigen Weltverbandschef Gianni Infantino scharf attackiert. „Für mich ist er nicht glaubwürdig als FIFA-Präsident und er hat auch nicht die Legitimität, um den Fußball zu repräsentieren“, sagte der derzeit gesperrte Platini am Montag in Paris in einer Runde mit europäischen Zeitungen. „Nur weil du Kugeln (bei Auslosungen) gezogen hast, kannst du nicht die FIFA repräsentieren.“ Unter Platini als Chef der UEFA hatte der damalige Generalsekretär Infantino stets die Loszeremonien für EM und Champions sowie Europa League geleitet. Infantino sei ein guter Jurist gewesen, sagte der 63 Jahre alte Franzose über seinen ehemaligen Weggefährten. „Aber wie kann jemand, der zehn Jahre lang ständig über die FIFA abgekotzt hat, sich selbst als FIFA-Präsident wiederfinden? Ich war überrascht, dass er als Präsident kandidiert“, sagte Platini.