Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird beim FIFA-Kongress für die Wiederwahl von Weltverbands-Präsident Gianni Infantino stimmen. Das teilte der Verband gestern in Paris mit. „Wir sind hier nicht angetreten, um den DFB noch weiter ins Abseits zu stellen, als er ohnehin schon ist“, sagte Reinhard Rauball, wie Rainer Koch derzeit Interims-Präsident des Verbandes. Die Präsidiums-Entscheidung sei „einstimmig“ gefallen. Koch ergänzte: „Wir wollen, dass die deutsche Stimme gehört wird. Das geht nur, wenn man miteinander und nicht übereinander spricht.“ Der DFB betonte, „wenn nötig auch kritische Standpunkte zu vertreten“.
Der Wechsel des serbischen Torjägers Luka Jovic von Eintracht Frankfurt zu Real Madrid ist perfekt. Das gaben die Hessen gestern bekannt. Jovic unterschreibt demnach bei den Königlichen einen Fünfjahresvertrag. Real vermeldete hingegen, dass der 21-Jährige sogar für sechs Jahre bis zum Sommer 2025 verpflichtet wurde. Im Gespräch war eine Ablöse zwischen 60 und 70 Millionen Euro. „Sportlich gesehen ist Luka Jovic ein großer Verlust für uns. Seine Explosivität und Torgefährlichkeit hat sich mittlerweile in Europa herumgesprochen und wir haben in den vergangenen zwei Jahren nicht nur von seinen Toren stark profitiert. Aber für uns war klar, dass es eine finanzielle Schmerzgrenze gibt“, sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic. Jovic hatte in der abgelaufenen Saison 27 Pflichtspieltore für die Hessen erzielt.
Der Wettmanipulationsskandal im spanischen Fußball nimmt immer konkretere Formen an. Wie die Zeitung „El Mundo“ berichtete, ist das Erstliga-Spiel zwischen Real Valladolid und dem FC Valencia (0:2) am letzten Spieltag der vergangenen Saison manipuliert worden. Das gehe aus Telefonmitschnitten hervor, die von der Polizei sichergestellt wurden. „Schau, Bruder, dass Valencia die erste und zweite Hälfte gewinnt, verstanden?“, soll der ehemalige Profi Carlos Aranda gesagt haben. „Es wurden sieben Spieler gekauft, sonst niemand.“ Ein Ermittler kam zu dem Ergebnis, dass Aranda und Raul Bravo, ehemaliger Profi von Real Madrid, Wetten in Millionenhöhe auf vereinbarte Ergebnisse getätigt hätten. Die Gewinne seien in der Folge auch unter den beteiligten Spielern aufteilt worden. Valencia sicherte sich mit dem Sieg den 4. Platz in der Primera Division und damit die Teilnahme an der Champions League. Beide Tore resultierten aus gravierenden Abwehrfehlern.
Der ehemalige spanische Nationaltrainer Julen Lopetegui ist neuer Coach des spanischen Erstligisten FC Sevilla. Wie die Andalusier bekannt gaben, erhält der 52-Jährige einen Dreijahresvertrag bis 2022. Lopeteguis letzte Station war ein erfolgloses Intermezzo bei Real Madrid.