München – Der Weltmeister-Absteiger hat eine Absteige in München gefunden: Wie unsere Zeitung erfuhr, zieht der Neuzugang des FC Bayern, Benjamin Pavard, in ein Haus in Grünwald – zusammen mit seinen Eltern! Die große Herausforderung geht der französische Nationalspieler also mit familiärer Geborgenheit von Mama Nathalie und Papa Frederic an. Wie wichtig Pavard seine Eltern sind, beweist auch ein Blick auf dessen Schienbeinschoner: Darauf ist je ein Bild der beiden zu sehen. Aktuell ist Pavard mit der Nationalmannschaft unterwegs. Am Samstag steht für Frankreich das EM-Qualifikationsspiel in der Türkei an.
Während der Abwehrspieler im Frankreich-Dress nach wie vor weltmeisterlich unterwegs ist, musste er mit dem VfB Stuttgart den bitteren Gang in die zweite Liga antreten. Hemmt ihn diese Negativ-Erfahrung bei seinem neuen Job in München? Immerhin schließt sich Pavard nun als Absteiger dem roten Star-Ensemble an. Nein, erklärt Sportpsychologe Mathias Herzog: „Die Vorfreude auf den Wechsel wird riesig sein, denn mit der neuen Mannschaft hat er die Chance, viele Titel zu gewinnen, wie es ihm vor einem Jahr bei der WM mit Frankreich gelang. Wichtig ist, dass Pavard sich bewusst macht, wie ihn dieses Jahr in seiner Entwicklung weitergebracht hat. Er kam von ganz oben als Weltmeister zurück und ist tief gefallen mit dem Abstieg. Das tut zwar weh, gibt ihm aber die Chance, mit Rückschlägen umzugehen.“
Motivationsexperte Herzog ist sogar überzeugt davon, dass Pavard von diesem sportlichen Misserfolg profitieren kann: „Wenn er mal wieder in einem Loch ist, kann er sich selbst schneller wieder herausholen.“ Herzogs Rat: Lieber an die Erfolge denken. „Pavard sollte auch gar nicht weiter mit Stuttgart beschäftigen, sondern seine Leistungen und Erfolge während der WM wieder in Erinnerung rufen. Das ist das Niveau, an dem er sich messen sollte.“ Und die Unterstützung der Eltern in den eigenen vier Wänden ist da sicherlich auch förderlich. MANUEL BONKE