Traumduell, Nummer 39

von Redaktion

Bereits im Halbfinale der French Open trifft Roger Federer auf den alten Rivalen Rafael Nadal

Paris – Roger Federer gegen Rafael Nadal, die 39. Bei den French Open in Paris kommt es bereits im Halbfinale am Freitag zum Traumduell zwischen dem Schweizer und dem Spanier, zwischen dem Grand-Slam-Rekordsieger und dem „König von Roland Garros“. „Wir haben die wichtigsten Momente unserer Karrieren gemeinsam auf dem Platz verbracht“, sagte Nadal (33), der auf der Asche am Bois de Boulogne bereits elfmal gewonnen hat.

Federer (37) kam freilich in seinem Viertelfinale gehörig ins Schwitzen. Es war schwülwarm gestern in Paris, er verlor erstmals einen Satz bei den diesjährigen French Open, und sein Landsmann Stan Wawrinka verlangte ihm alles ab. Am Ende aber setzte sich der Maestro bei den Schweizer Meisterschaften mit 7:6 (7:4), 4:6, 7:6 (7:5), 6:4 gegen seinen drei Jahre jüngeren guten Freund durch. 3:35 Stunden dauerte das nicht immer hochklassige, aber höchst spannende Match, das bei 3:3 im vierten Satz 70 Minuten wegen eines Gewitters unterbrochen war.

Das Halbfinale am Freitag ist eine Neuauflage der French-Open-Finals von 2006, 2007, 2008 und 2011 zwischen den beiden Grand-Slam-Größen. Nadal, in jenen vier sowie sieben weiteren Endspielen in Roland Garros der strahlende Sieger, hatte in seinem Viertelfinale weit weniger Mühe als der French-Open-Sieger von 2009. Sein 6:1, 6:1, 6:3 gegen Kei Nishikori aus Japan, beim Stand von 4:2 im dritten Satz ebenfalls wegen des Unwetters unterbrochen, dauerte nur 1:51 Stunden.

In Roland Garros haben Nadal und Federer seit dem Finale 2011 nicht mehr gegeneinander gespielt. Allerdings nahm Federer von 2016 bis 2018 nicht am Turnier teil. Nun steht er dort nun vor der ultimativen Herausforderung. Nadal hat in Roland Garros nur zwei Matches verloren. Dafür aber gestern sein 91. Spiel auf der roten Asche am Bois de Boulogne gewonnen.

Das 26. Duell zwischen Federer und Wawrinka entbehrte nicht einer gewissen Brisanz. 2015 hatten sie sich ebenfalls im Viertelfinale von Roland Garros gegenübergestanden, „damals“, erinnerte sich Federer vor der Neuauflage, habe ihn sein Landsmann ja mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:4) geradezu „zerstört“. Was ihm aus diesem Jahr noch im Gedächtnis geblieben war: Wawrinkas „schlimme Shorts“, ergänzte er lächelnd.

Damals trug Wawrinka karierte Hosen, er gewann nach dem Sieg über Federer auch das Turnier, im Endspiel gegen Novak Djokovic. Gestern kam er in einfarbigen roten Hosen – und konnte nach seinem Fünfsatz-Drama gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas vor zwei Tagen diesmal in den entscheidenden Phasen nicht mehr zulegen.  dpa

Artikel 2 von 11