Mit Willen zur WM

von Redaktion

Deutsche Handballerinnen gewinnen entscheidendes Quali-Spiel

Hamm – Die starke Torhüterin Dinah Eckerle tanzte mit ihrem Team im Kreis, Deutschlands Handballerinnen genossen den minutenlangen Applaus in Hamm, Erleichterung lag in der Luft – die Auswahl von Bundestrainer Henk Groener hatte im Playoff-Rückspiel gegen Kroatien die Nerven behalten und das Ticket für die WM in Japan gelöst. Durch das 25:21 (14:9) darf die deutsche Mannschaft weiter von Olympia träumen.

„Ich bin glücklich, dass wir das geschafft haben“, sagte Eckerle, „wir werden alle mit einer riesigen Euphorie nach Japan fahren, diese WM war unser großes Ziel.“ Auch für den Reifeprozess des Teams auf höchstem Niveau sei das Turnier im November und Dezember „Gold wert“.

Rückraumspielerin Alicia Stolle war mit sechs Treffern die beste Werferin der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die keine Glanzleistung, aber im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen insgesamt eine Leistungssteigerung zeigte. Dieses war in Koprivnica am vergangenen Sonntag lediglich 24:24 ausgegangen.

„Die Erleichterung ist riesig“, gab Kapitänin Kim Naidzinavicius zu. „Nachdem wir uns im Hinspiel so schwer getan hatten, wussten wir, dass es auch zu Hause nicht einfach wird. Aber man hat gesehen, dass wir es unbedingt wollten.“ Dank der WM-Teilnahme halten die DHB-Frauen auch ihren Traum von den Olympischen Sommerspielen 2020 am Leben. Um bei den Qualifikationsturnieren für Tokio dabei zu sein, müsste Deutschland bei der WM in Japan unter die besten sieben Teams kommen.

Nach dem „Weckruf“ in Kroatien hatte Groener einen konzentrierten Auftritt seiner Mannschaft gefordert – und diese hielt sich in der Anfangsphase an die Vorgaben des Niederländers: Bei äußerst warmen Temperaturen in der mit 2131 Zuschauern ausverkauften Halle ging die DHB-Auswahl defensiv energischer als im ersten Duell zu Werke. Die Folge: Das Groener-Team setzte sich schnell auf 4:1 (7.) ab und baute den Vorsprung bis zur Pause aus. Nach einem nervösen Wiederbeginn konnten sich die Gastgeber bei Torhüterin Eckerle bedanken, dass die Kroatinnen nicht näher herankamen – und sie selbst jetzt in Japan die WM spielen dürfen.  sid

Artikel 2 von 11