München – Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, macht seinem Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer wenig Hoffnung, dass der Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters in naher Zukunft Jürgen Klopp heißen könnte. „Ich weiß nicht, ob die Bundesliga noch einmal ein Reiz für Jürgen Klopp wäre. Er ist aktuell in der Liga, welche die Benchmark in Fußball-Europa darstellt“, sagte Rummenigge der Sport Bild.
Beckenbauer sei „offensichtlich ein großer Befürworter von Jürgen Klopp“, der als Teammanager des FC Liverpool am vergangenen Samstag den Titel in der Champions League gewann. „Aber das möchte ich jetzt nicht vertiefen. Wir haben einen Trainer und wollen keine erneute Diskussion“, sagte Rummenigge. Klopp verfügt noch über einen Vertrag bis 2022, den die Reds zudem gerne vorzeitig verlängern würden.
Rummenigge geht davon aus, dass Klopp noch eine ganze Weile an der Anfield Road bleiben wird und auch das Amt des Bundestrainers für ihn vorerst keine Option ist. „Ich glaube, dass er dort, wo er jetzt ist, am richtigen Ort ist. Er und der Club sind sehr happy. Ich nehme an, er wird sich jetzt keine Gedanken machen, was in x Jahren möglich ist“, sagte er.
Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff bezeichnete Klopp als „Vorzeigebeispiel“ international erfolgreicher deutscher Trainer und – und fügte hinzu: „Er lebt vom Feuer, das in ihm brennt. Ich denke, am Ende ist es für jeden Trainer interessant und eine Ehre, für die deutsche Nationalmannschaft zu arbeiten.“ Joachim Löws Vertrag als Bundestrainer endet wie der aktuelle von Klopp im Jahr 2022. sid